kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
westerwelle ddp panorama siegen
  Foto: ddp, ddp
Kommentare ()

FDP-Chef wehrt sich gegen seine Kritiker: Der Streit über Westerwelle eskaliert

zuletzt aktualisiert: 14.03.2010 - 17:47

Siegen (RPO). In der Auseinandersetzung über die Amtsführung von Außenminister Guido Westerwelle geht es längst nicht mehr um Inhalte. Der FDP-Chef selbst warf seinen Kritikern vor, sie betrieben wegen der Wahlen in NRW eine Verleumdungskampagne. Die SPD warf dem FDP-Chef vor, er bewerte berechtigte Nachfragen als "Majestätsbeleidigung."

Westerwelle blies am Sonntag nach seiner Rückkehr von seiner Südamerikareise zur Gegenoffensive. Auf dem Parteitag der NRW-FDP in Siegen tauschte er wieder einmal mühelos die Rolle von Deutschlands oberstem Diplomaten gegen die des innenpolitischen Wahlkämpfers ein.

Westerwelle warf der Opposition "unappetitliche Angriffe" und Diffamierung vor. Es sei ein bisher einmaliger Vorgang, dass ein Minister auf einer Auslandsreise, bei der er sich nicht wehren könne, mit einer solchen Kampagne überzogen werde. Die Angriffe der Opposition acht Wochen vor der Landtagswahl hätten in Wirklichkeit nur "ein einziges Ziel: Sie wollen in Nordrhein-Westfalen ein Linksbündnis schaffen", rief Westerwelle den FDP-Delegierten zu.

Zur Kritik an der Zusammensetzung seiner Reisedelegation sagte er: "Ich werde auch in Zukunft als Außenminister der deutschen Wirtschaft und insbesondere dem Mittelstand in anderen Ländern die Türen öffnen." Bei seinem ersten offiziellen Auftritt nach der Rückkehr von seiner Südamerika-Reise bekräftigte Westerwelle auch seine Äußerungen zur Sozialpolitik. Leistungsgerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit gehörten zusammen.

Westerwelle war wegen seiner Äußerungen zur Sozialpolitik zuletzt heftig angegriffen worden. Er hatte fehlende Leistungsanreize bemängelt und von "spätrömischer Dekadenz" bei Hartz-IV-Beziehern gesprochen. Zudem wirft ihm die Opposition vor, er begünstige bei Auslandsreisen als Außenminister Freunde und Familienmitglieder. Medienberichten zufolge gehörte zu der Wirtschaftsdelegation, die Westerwelle im Januar nach Asien begleitete, unter anderem auch eine Firma, an der Westerwelles Bruder Kai beteiligt sein soll.

Zudem wird Westerwelles Lebenspartner Michael Mronz vorgeworfen, er nutze Auslandsreisen mit dem Minister zur Anbahnung privater Geschäfte. "Solche Verleumdungen der Opposition gegen einen Außenminister, der zeitgleich im Ausland auch im Interesse unserer Arbeitsplätze unterwegs ist, schaden Deutschland", sagte Westerwelle der "Bild am Sonntag".

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles kritisierte die Reaktion Westerwelles. "Berechtigte Fragen zur Amtsführung eines deutschen Außenministers werden von Guido Westerwelle schon nach wenigen Monaten im Amt als Majestätsbeleidigung behandelt", erklärte sie in Berlin.

Westerwelles Amtsführung sei "längst zu einem Problem für das ganze Auswärtige Amt und damit für das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland geworden", teilte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast mit. Westerwelle habe "gezündelt und wundert sich, dass es jetzt brennt", kritisierte der Vize-Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst. "Statt den geordneten Rückzug anzutreten und Fehler einzugestehen, beschimpft er nun den politischen Gegner. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass dieser Mann mental für Spitzenämter nicht geeignet ist."

Die "Berliner Zeitung" berichtete am Samstag, dass sich Westerwelle bei seiner Asienreise im Januar auch von einem Vorstandsmitglied des Handelskonzerns Metro begleiten ließ, der zu den wichtigsten Kunden einer früher mit Westerwelle verbundenen Unternehmensberatung gehört. Laut "Spiegel" gehörte zudem ein enger Mitarbeiter Westerwelles im Auswärtigen Amt bis vor kurzem noch der Schweizer Firmengruppe Mountain Partners an, deren Gründer Cornelius Boersch wiederholt zum Reisetross Westerwelles gehörte.

Quelle: AFP/APN

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Wahlen in Ägypten

Kandidat fordert neue Auszählung

Nach der ersten Runde der ägyptischen Präsidentschaftswahl hat ein Kandidat eine teilweise Nachzählung der Stimmen gefordert. mehr 

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Assads Macht gerät ins Wanken

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Die bewaffnete syrische Opposition wird mit Geld und Waffen aus den reichen Golf-Staaten und Hilfe der USA immer stärker. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Assads Macht gerät ins Wanken

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Fast 100 Tote in Syrien

UN-Beobachter bestätigen Blutbad

Die IWF-Chefin zeigt sich hart

Lagarde hat kein Mitlied mit den Griechen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Pfingstsonntag

Die Nordkirche gründet sich

Sonntag wird im holsteinischen Städtchen Ratzeburg aus den drei alten Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern eine neue gegründet – die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, kurz: Nordkirche. Vorausgegangen sind 13 Jahre ... Von Frank Vollmer  mehr

 

Interview mit Gerda Hasselfeldt (CSU)

"Betreuungsgeld ohne Auflagen"

 

Bundestag debattiert über Flughafendebakel

"Wahnsinn", "Provinzniveau", "versemmelt"

 
 

Seeheimer Kreis kritisiert Troika

SPD-Politiker sehnen sich nach Kanzlerkandidaten

 

Merkel und Seehofer angeblich einig

Weg für Schröders flexible Frauenquote offenbar frei

Top-Services