Umfrage vor Landtagswahlen in Hessen: Deutliche Mehrheit für CDU und FDP
zuletzt aktualisiert: 16.12.2008 - 16:28Frankfurt/Main (RPO). Knapp vier Wochen vor der vorgezogenen Neuwahl des hessischen Landtags deutet alles auf eine klare schwarz-gelbe Mehrheit hin. Nach einer vorab veröffentlichten Forsa-Umfrage würden sich derzeit 42 Prozent der hessischen Wähler für die CDU entscheiden und 13 Prozent für die FDP.
Der SPD wollen nach dem Ergebnis der Umfrage, die von "Frankfurter Rundschau" und dem Magazin "Stern" in Auftrag gegeben worden ist, lediglich 23 Prozent der Wähler die Stimme geben. Die Grünen kämen auf zwölf und die Linkspartei auf sechs Prozent. Im direkten Vergleich der Spitzenkandidaten schneidet Ministerpräsident Roland Koch deutlich besser ab als sein SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel. Könnten die Hessen den Regierungschef direkt wählen, würden sich 44 Prozent für Koch und nur 24 Prozent für Schäfer-Gümbel entscheiden.
Die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti ist unter den eigenen Parteianhängern weiter umstritten. Nach dem Ergebnis der Umfrage sind 56 Prozent der SPD-Anhänger für ihren Rücktritt. 46 Prozent der SPD-Wähler finden es zudem richtig, dass vier sozialdemokratische Abgeordnete Ypsilanti ihre Stimme verweigert und den Machtwechsel in Wiesbaden so vereitelt haben. Für die Umfrage wurden 1.005 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte befragt.
CDU und FDP warnen Anhänger vor Siegeszuversicht
SPD-Generalsekretär Norbert Schmitt kündigte an, seine Partei werde im Wahlkampf Themen wie Bildung, soziale Gerechtigkeit und Energieversorgung in den Mittelpunkt rücken. Ein Großteil der Wähler sei noch unentschlossen. Grünen-Landesgeschäftsführer Kai Klose betonte, Ziel seiner Partei sei es, eine schwarz-gelbe Mehrheit zu verhindern. Der Linken-Landesvorsitzende Ulrich Wilken zeigte sich mit dem Ergebnis der Umfrage zufrieden. Es sei absehbar, dass seine Partei gestärkt in den Landtag zurückkehren werde.
Dagegen warnten CDU und FDP ihrer Anhänger vor zu großer Siegeszuversicht. Die Union müsse weiterhin kämpfen, um eine linke Mehrheit in Hessen zu verhindern, sagte CDU-Fraktionschef Christean Wagner. Auch FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn forderte seine Partei zu einem entschlossenen Wahlkampf auf: "Es gilt, um jede Stimme zu ringen."
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