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Politiker von CDU und FDP fordern: Deutsch soll Schulhofsprache werden

zuletzt aktualisiert: 13.10.2010 - 17:27

Berlin (RPO). Mehrere Politiker der schwarz-gelben Koalition wollen Deutsch verpflichtend zur Pausensprache auf den Schulhöfen machen. Am Mittwoch schloss sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), einer entsprechenden Forderung von FDP-Generalsekretär Christian Lindner an.

Maria Böhmer ist die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.  Foto: AP, AP
Maria Böhmer ist die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Foto: AP, AP

Böhmer sagte der Zeitung "Die Welt", noch vor einem Jahr hätte die Diskussion noch einen Aufschrei hervorgerufen. "Heute hat sich die Erkenntnis durchgesetzt: Deutsch muss verpflichtende Schulsprache sein"; das gelte für den gesamten schulischen Rahmen, sagte Böhmer.

Sie lehnte zugleich den Vorschlag des Deutschen Philologenverbands ab, Schüler mit Migrationshintergrund gezielt gleichmäßig auf unterschiedliche Schulen zu verteilen. Stattdessen bräuchten Schulen mit hohem Migrantenanteil eine bessere Ausstattung, mehr Lehrkräfte und mehr Schulsozialarbeiter, forderte sie.

Die Integrationsbeauftragte bekräftigte, dass der Bund den Druck auf die Behörden erhöhen werde, damit etwa der Besuch verpflichtender Deutschkurse besser überwacht werde. "Wir werden die Bestimmung, in der es heißt, dass die Behörden die Ergebnisse überprüfen sollen, in eine Mussbestimmung umwandeln", sagte sie der "Welt".

Mit Blick auf den von der Wirtschaft beklagten drohenden Fachkräftemangel sagte Böhmer im ARD-"Morgenmagazin", es müsse geklärt werden, "welche Zuwanderung wir brauchen". Entscheidende Kriterien seien neben der Qualifikation und den Sprachkenntnissen auch die Integrationsfähigkeit. Diese hänge aber nicht "an dem Herkunftsland oder der Religion".

Die Debatte um die Zuwanderung und Integration in Deutschland war in den vergangenen Tagen durch CSU-Chef Horst Seehofer neu entfacht worden, der sich gegen ein Anwerben von Fachkräften aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern gewandt hatte.

Quelle: AFP/pst

 
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