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Thomas de Maiziere panorama erhobener zeigefinger 2010-1125
  Foto: dapd, dapd
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De Maizière stellt Migrationsbericht vor: Deutschland ist ein Auswanderungsland

zuletzt aktualisiert: 19.01.2011 - 17:52

Berlin (RPO). Deutschland ist nach den Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) kein Zuwanderungsland, sondern ein Auswanderungsland. "Richtig ist, es gehen immer noch mehr Menschen weg als kommen", sagte de Maizière am Mittwoch in der Regierungsbefragung des Bundestags anlässlich der Vorstellung des Migrationsberichts 2009.

Allein die Tatsache, dass Deutschland faktisch ein Auswanderungsland geworden sei, lasse jedoch nicht zu, "dass wir nun alle, die wollen, auch nach Deutschland kommen lassen sollten". Benötigt werde vielmehr eine gesteuerte Zuwanderung.

De Maizière machte zudem deutlich, dass Deutschland mehr Anstrengungen unternehmen müsse, bereits hier lebende Ausländer auch zu halten. Dies gelte jedoch nur für diejenigen, die legal in Deutschland lebten und diejenigen, die ihren Lebensunterhalt auch selbst bestreiten könnten. "Es kann keine Prämie dafür geben, dass man illegal eingereist ist."

Insbesondere bei gut integrierten Kinder und deren Eltern, die nicht straffällig geworden seien und zugleich für sich selbst sorgen könnten, könne eine weitergehende Bleiberechtsregelung sinnvoll sein.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), forderte, insbesondere auf die Integration der Zugewanderten zu achten. "Eine intensive Begleitung der Zuwanderer ist nicht nur im Rahmen des Familiennachzugs oder bei Zuwanderung aus humanitären Gründen notwendig. Um den Zusammenhalt in unserem Land auf Dauer zu sichern, dürfen auch gut ausgebildete Fachkräfte und ihre Familien nicht allein gelassen werden", sagte Böhmer. Sie betonte: "Integration ist kein Selbstläufer."

Der Migrationsbericht zeigt, dass die Zahl der Ausländer in Deutschland 2009 weiter gesunken ist. Seit Mitte der 90er ist ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nahezu unverändert und lag 2009 bei 8,7 Prozent. 2008 waren es 8,8 Prozent.

Es wanderten 12.800 Personen mehr aus als ein. Im Jahr zuvor lag der Saldo aber noch bei 56.000. Neu zugezogene Ausländer erhielten 2009 hauptsächlich aus familiären Grünen einen Aufenthaltstitel (49.000), 31.000 kamen zum studieren nach Deutschland, 26.000 aus beruflichen Gründen.

Quelle: apd

 
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