Michael Sommer: DGB-Chef droht Schwarz-Gelb mit Protesten
zuletzt aktualisiert: 04.10.2009 - 21:24Berlin (RPO). DGB-Chef Michael Sommer warnt die künftige schwarz-gelbe Bundesregierung vor einer Politik gegen Arbeitnehmerinteressen. Der DGB werde "eine Politik, die wir für falsch halten, nicht akzeptieren. Und wir können Hunderttausende Menschen mobilisieren und auf die Straße holen", sagte Sommer.
Wer wie die FDP und Teile der Union Arbeitnehmerrechte wie den Kündigungsschutz, die Tarifautonomie und die Mitbestimmung beschneiden wolle, "der fordert uns Gewerkschaften heraus", fügte Sommer im gespräch mit der "Bild"-Zeitung weiter hinzu.
Der DGB-Chef verlangte von der künftigen Koalition eine "echte Anti-Krisen-Politik". Die Opfer der Krise dürften nicht noch stärker belastet werden, während die Verursacher in den Banken und Chefetagen geschont würden.
In der Debatte um Mindestlöhne forderte Sommer ein entschiedeneres Vorgehen gegen Schwarzarbeit. "Gute Arbeit" habe ihren Preis. Das müsse auch für den Friseur und den kleinen Handwerker gelten. Schwarzarbeit sei dagegen illegal. "Deshalb muss die Politik den Verfolgungsdruck auf Schwarzarbeiter erhöhen", mahnte der Gewerkschafter.
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