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Ganzkörperschleier
Die Burka gehört nicht zu Deutschland

Die Burka gehört nicht zu Deutschland
Unser Archivbild zeigt eine vollverschleierte Frau in München. FOTO: dpa, le_htf_sbr vfd bwe
Meinung | Berlin. Die CDU-Politikerin Julia Klöckner hat ihre Forderung nach einem vollständigen Burka-Verbot in der Öffentlichkeit bekräftigt. Sie hat Recht. Denn: Der Ganzkörperschleier für Frauen ist ein Symbol des fundamentalistischen Islam, der mit unseren westlichen Werten nicht vereinbar ist. Von Eva Quadbeck

Die Vollverschleierung gehört zum Glück zu den seltenen Erscheinungen auf unseren Straßen. Dennoch muss die Politik die Frage beantworten, wie die Gesellschaft mit Frauen umgeht, die sich - oft unter Zwang - in eine Burka und Nikab hüllen.

Die Vollverschleierung ist eine klare Absage an die Gleichberechtigung der Frau und sie widerspricht auch dem Menschen- und Frauenbild, das das Grundgesetz vorgibt. Der Ganzkörperschleier ist zudem ein Symbol des fundamentalistischen Islam, der unseren westlichen Werten von Freiheit, Gleichheit und Individualität zutiefst widerspricht.

Wenn wir nicht wollen, dass dieses Symbol der Unfreiheit und Unterdrückung Einzug in unsere Gesellschaft hält, müssen wir es so weit wie möglich aus dem öffentlichen Raum verbannen. Ein generelles Burka-Verbot droht trotz abweichender Meinungen einiger Verfassungsrechtler vom Bundesverfassungsgericht kassiert zu werden. Die juristisch schwierige Lage sollte Bund und Länder aber nicht vom Handeln abhalten. Sie können viel mehr tun als bisher, um auch die wenigen Vollverschleierungen, die auf unseren Straßen zu sehen sind, zurückzudrängen.

Diese Arten der Verschleierung gibt es. FOTO: Radowski

Mit Burka kommt man nicht weiter

Das Signal von Bund, Ländern, Arbeitgebern und Hausbesitzern muss sein: Mit einer Vollverschleierung kommt man in unserer Gesellschaft nicht weiter. Da die Länder für ein Verbot der Vollverschleierung zuständig sind, droht wegen unterschiedlicher Auffassungen ein Flickenteppich an Regelungen. Dies gilt es zu verhindern. Die Innenminister der Länder sollten sich zumindest darauf einigen, in öffentlichen Gebäuden wie Gerichten, Schulen und Unis sowie am Steuer und in öffentlichen Verkehrsmitteln das Tragen der Vollverschleierung zu untersagen. Eine Mutter sollte ihr Kind auch nicht mit einer Vollverschleierung von der Kita oder aus der Schule abholen dürfen. Die Lehrer und Erzieher müssen schließlich wissen, wem sie das Kind übergeben.

Unternehmen haben die Freiheit, Burka-Trägerinnen als Arbeitnehmerinnen abzulehnen, gleiches gilt für Hauseigentümer. Sie können nicht identifizierbaren Personen den Zutritt zu ihren Gebäuden verweigern. Es bedarf gezielter Verbote und einer breiten gesellschaftlichen Ächtung der Vollverschleierung. Wenn wir weiterhin den Satz, dass der Islam zu Deutschland gehört, gelten lassen wollen, müssen wir umso deutlicher machen, dass die Vollverschleierung nicht zu Deutschland gehört. Die Grenzen unserer Toleranz müssen klar erkennbar sein.

(qua)
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