Seehofer will am Freitag Gesetzesentwurf vorstellen: Die Lebensmittel-Ampel kommt
zuletzt aktualisiert: 30.05.2008 - 08:34Berlin (RPO). Lange hat sich Bundesverbraucherminister Horst Seehofer dagegen gesträubt, jetzt soll sie nach einem Zeitungsbericht doch kommen: Die Ampelkennzeichnung für Lebensmittel. Das Farbleitsystem soll es Verbrauchern erleichtern, ungesunde Speisen und Getränke zu erkennen.
Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, will Seehofers Ministerium für Verbraucherschutz am Freitag einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorstellen. Verbraucher sollen zukünftig mit der sogenannten Ampel-Kennzeichnung über die Inhaltsstoffe informiert werden können. Das Ampel-System existiert bereits in Großbritannien: Rot warnt dort etwa vor sehr hohem Zuckergehalt, gelb mahnt zur Vorsicht und grün steht für Unbedenklichkeit.
In Deutschland soll die Ampel laut "Berliner Zeitung" freiwillig sein. Die neuen Etiketten machten dann Angaben über die Kalorien eines Produktes sowie über dessen Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz. Damit solle den Kunden die Lebensmittelauswahl erleichtert werden, "im Sinne einer gesunden und ausgewogenen Ernährung vor dem Hintergrund der Übergewichtsproblematik", heißt es der Zeitung zufolge in Seehofers Konzept.
Dass sich Seehofer nun doch für die Ampelkennung stark macht, kommt überraschend. Denn bislang hatte sich der Minister genauso wie die Industrie für ein anderes Kennzeichnungsmodell eingesetzt: Eine Zahlenkennzeichnung sollte den Anteil der Inhaltsstoffe am benötigten Tagesbedarf angeben.
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