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Der Fall Murat Kurnaz wird immer undurchsichtiger. Wir geben Antworten auf die sieben wichtigsten Fragen.
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Woher stammt Murat Kurnaz?
Aus Bremen. Hier wurde er am 19. März 1982 als Sohn eines türkischen Ehepaares geboren. Nach heutigem Recht könnte er Deutscher sein.
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Was wollte er 2001 in Pakistan?
Nach einer (widerrufenen) Behauptung habe er als 19-Jähriger in Afghanistan gegen die Amerikaner kämpfen wollen. Kurnaz selbst sagt, er wollte in einer Koranschule dem Glauben näher kommen. Diese habe ihn nicht aufgenommen, wohl weil sie ihn für einen Journalisten hielt.
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Wie kam er nach Afghanistan?
Kurz vor seinem Heimflug nahm die pakistanische Polizei ihn fest. Die Amerikaner zahlten für potenzielle Taliban. Offenbar „verkaufte“ Pakistan Kurnaz an die USA, die ihn nach Kandahar flogen.
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Warum war er in Guantanamo?
Weil die Amerikaner ihn als „feindlichen Kämpfer“ einstuften.
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Was erlebte er in der Haft?
Schläge und Folter. In Kandahar bei Frost ohne Kleidung draußen. In Guantanamo auch Hitze, Kälte, Luftentzug, stundenlanges Aufhängen an Ketten. Auch deutsche Elite-Soldaten sollen ihn in Afghanistan misshandelt haben, was sie bestreiten. Zweimal bekam er Besuch von deutschen Geheimdienstlern.
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Warum blieb er so lange?
2005 entschied der Oberste US-Gerichtshof, Guantanamo verstieße gegen die Verfassung und Kurnaz habe US-Interessen nicht angegriffen. 2006 erreichte Kanzlerin Merkel bei Bush die Freilassung.
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Was hat Steinmeier damit zu tun?
Angeblich gab es schon seit 2002 Angebote, Kurnaz frei zu lassen. Als Kanzleramtsminister soll Steinmeier eine Politik koordiniert haben, Kurnaz aus Deutschland fern zu halten. Das will der Minister aufklären - wegen der Geheim-Dokumente jedoch nichtöffentlich.