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Beck wird immer unbeliebter: Die SPD im freien Fall

zuletzt aktualisiert: 30.05.2008 - 12:58

Mainz (RPO). Diese Umfrage ist wie eine Ohrfeige für Kurt Beck: Nur 15 Prozent der wahlberechtigten Deutschen wollen ihn als Kanzlerkandidaten der SPD, meldet das ZDF-Politbarometer. Seine Partei schneidet kaum besser ab: Nur 21 Prozent würden den Sozialdemokraten ihre Stimme geben. Nur einen Tag vor dem Parteitag in Nürnberg scheint die SPD ihren Status als Volkspartei zu verlieren.

Es ist der schlechteste Umfragewert für die Partei seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode. Und es kommt noch schlimmer: Nicht einmal die SPD-Wähler wollen Beck als Kanzler. Nur 20 Prozent von ihnen würden es gutheißen, wenn Beck die Sozialdemokrate in den Wahlkampf führte.

Sehr viel lieber wäre den SPD-Wählern Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Ihn wünschen sich 46 Prozent als Kanzlerkandidaten. Besonders bitter: 30 Prozent wollen weder Beck noch Steinmeier, sondern einfach "jemand anderen." Der Außenminister ist aber weiterhin der zweitbeliebteste Politiker in Deutschland, beliebter ist nur Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Auch in Sachen Glaubwürdigkeit sieht es für die SPD schlecht aus: Nur noch 8 Prozent halten die SPD für glaubwürdig, gerade mal 33 Prozent schreiben ihr noch die Eigenschaft "sozial" zu. Als die Koalition im November 2005 zusammen trat, hatten noch 15 Prozent der SPD Glaubwürdigkeit attestiert.  

Dazu passt, dass 60 Prozent nicht an die SPD-Aussage glauben, nach der nächsten Bundestagswahl auf keinen Fall mit der Linken zu koalieren - im April gingen nur 49 Prozent davon aus, dass die SPD ihre Ankündigung nicht einhalten werde.

Quelle: ap

 
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