kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
schulklasse panorama ddp nrw
  Foto: ddp
Kommentare ()

Rüttgers kündigt kleinere Schulklassen an: Die SPD wittert ein Wahlkampfmanöver

VON DETLEV HÜWEL - zuletzt aktualisiert: 22.01.2010 - 10:21

Düsseldorf (RP). NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat angekündigt, dass die Schulklassen bis 2015 verkleinert werden. Der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist das zu langsam. Die SPD betrachtet Rüttgers' Ankündigung als Wahlkampf-Ballon. Damit versuche er schon zum zweiten Mal, die Menschen "hinters Licht zu führen".

Die Schüler in NRW sollen stärker individuell gefördert werden. Deswegen seien kleine Klassen besonders wichtig, betonte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) in seiner Regierungserklärung zur künftigen Entwicklung des Landes. Seinen Worten zufolge soll in den Grund- und Hauptschulen die maximale Klassengröße bei 25 Mädchen und Jungen liegen. Derzeit sind es 30. Bei den Eingangsklassen sei dieses Ziel bis zum Jahr 2015 zu schaffen, wenn man den demografischen Wandel nutze. Gemeint ist die nachlassende Schülerzahl infolge des Geburtenrückgangs.

Bei den Real- und Gesamtschulen sowie den Gymnasien soll die Obergrenze von derzeit 32 Schülern auf 28 sinken. Einen Zeitpunkt, bis wann hier mit kleineren Klassen zu rechnen sei, nannte der CDU-Landeschef allerdings nicht. Das findet die frühere Schulministerin Ute Schäfer (SPD) "eigenartig" und spricht von einem Manöver im Wahlkampf. Schon 2005 habe Rüttgers kleinere Klassen versprochen. Jetzt versuche er "zum zweiten Mal, die Menschen hinters Licht zu führen".

GEW zeigt sich ähnlich kritisch wie die SPD

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erinnert daran, dass sich Rüttgers schon nach seiner Wahl 2005 ähnlich geäußert habe. Die GEW begrüße zwar die Ankündigung des Ministerpräsidenten. Allerdings seien die Ziele "zu wenig ehrgeizig", sagt GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber. Er fordert, dass die Klassengröße für Grundschulen schon mit dem im Sommer beginnenden Schuljahr auf 25 Kinder gesenkt wird. Dazu seien rund 200 Lehrerstellen erforderlich.

Ein Stufenplan der GEW sieht auch für alle Klassen der Sekundarstufe I eine schrittweise Verkleinerung der Klassen auf höchstens 25 Jungen und Mädchen bis zum Jahr 2015 vor. "Die Reduzierung der Klassengröße führt unmittelbar zu einer Verbesserung der Lernbedingungen für Kinder und der Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte", so Meyer-Lauber.

Lehrer für sofortige Änderungen

Der Vorsitzende des Nordrhein-Westfälischen Lehrerverbandes (NRWL), Peter Silbernagel, hält den von Rüttgers genannten Zeitraum bis 2015 für "politisch nicht klug". Die Verkleinerung der Eingangsklassen von weiterführenden Schulen dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden. Eltern, Schüler und Lehrer erwarteten in absehbarer Zeit kleinere Klassen, so Silbernagel. Deswegen sei es sinnvoll, schon ab dem neuen Schuljahr mit der Absenkung der Schüler-Obergrenze schrittweise zu beginnen.

FDP-Fraktionschef Gerhard Papke betonte, die Liberalen wollten das "bewährte und begabungsgerechte Schulsystem" weiterentwickeln. Eine "Einheitsschule" komme nicht in Frage.

Quelle: RP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
"Rauchen ist bei jungen Menschen out"

Diskussion um Nichtraucherschutz

"Rauchen ist bei jungen Menschen out"

Die Grünen in Nordrhein-Westfalen bestehen weiter auf ein konsequentes Nichtraucherschutzgesetz. Zum Weltnichtrauchertag warnen Experten vor ... mehr 

Computervirus

Iran meldet erfolgreiche Bekämpfung von "Flame"

Die iranische Regierung hat nach eigenen Angaben den Computervirus Flame erfolgreich bekämpft. Der iranische Minister für Kommunikation und ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Diskussion um Nichtraucherschutz

"Rauchen ist bei jungen Menschen out"

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Familienministerin Schröder hält daran fest: Ab August 2013 soll der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gelten. Am Mittwoch legte sie ein Zehn-Punkte-Programm vor. Mit seiner Hilfe sollen doch noch 160.000 Betreuungsplätze entstehen. "Fast ... mehr

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

 

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

 

Ramsauers Vorschlag abgeblockt

Merkel erteilt Pkw-Maut klare Absage

Top-Services