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Shitstorm gegen CDU-Abgeordneten: Drei Fragen an Ansgar Heveling

zuletzt aktualisiert: 31.01.2012 - 16:30

Der CDU-Politiker Ansgar Heveling ist Ziel der Entrüstung im Internet, weil er der Netzgemeinde ihren baldigen Tod vorausgesagt hat. Im Kurz-Interview mit unserer Redaktion verteidigt der Bundestagsabgeordnete seine Ansichten.

Ansgar Heveling wollte die Netzgemeinde nach eigener Aussage provozieren. Das hat er fraglos geschafft. Foto: dapd, CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Ansgar Heveling wollte die Netzgemeinde nach eigener Aussage provozieren. Das hat er fraglos geschafft. Foto: dapd, CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Herr Heveling, Ihr Gastbeitrag im Handelsblatt hat im Internet einen Sturm der Entrüstung und bei Parteifreunden Spott hervorgerufen. Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

Heveling Mein Gastbeitrag war als durchaus provokante Streitschrift gemeint. Aus meinen Beobachtungen der letzten Zeit habe ich den Eindruck gewonnen, dass ein offener Diskurs über grundsätzliche Fragen von Freiheit, Eigentum und Demokratie im Internet nur schwer zu führen ist.

Auf sachliche Kritik erfolgt oft eine aggressive Reaktion. Dem wollte ich den Spiegel vorhalten. Die Reaktionen, wie das Hacken meiner Internetseite, haben dabei gezeigt, dass meine Grundthesen offensichtlich nicht neben der Realität liegen.

Was meinen Sie, wenn Sie sagen, das Web 2.0 tauge nicht für Lebensentwürfe?

Heveling Mir geht es nicht um das Medium Internet und seine fantastischen Möglichkeiten. Schließlich bin ich kein Gegner des Internets, ich nutze es ja selbst. Ich glaube nur, dass mit dem Web 2.0 nicht das Ende der digitalen Entwicklung erreicht ist. Es wird sicherlich bald schon Weiterentwicklungen geben. Deswegen ist das Web 2.0 eben keine dauerhafte Lebenswelt.

Wie wollen Sie junge, netz-affine Wähler für die CDU gewinnen und wie davon abhalten, die Piratenpartei zu wählen?

Heveling Ich bin mir sicher, dass die große Mehrheit das Internet genauso nutzt wie ich, als hervorragendes Medium für Kommunikation, Wissen und Informationsaustausch. Wenn wir deutlich machen, dass wir für ein solches Internet eintreten, in dem Freiheit und Eigentum als bürgerliche Werte genauso ausbalanciert sind, wie in der realen Welt, wird dies überzeugen.

Quelle: pst/das

 
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