Vorermittlungen gegen Kommandeure: Drei Staatsanwälte prüfen Anzeige der Soldaten-Mutter
zuletzt aktualisiert: 19.07.2010 - 13:57Potsdam/Berlin (RPO). Auf die Strafanzeige der Mutter eines in Afghanistan getöteten Soldaten hin prüfen nun drei Staatsanwaltschaften, ob eine unzureichende Einsatzplanung für den Tod des Feldwebels am Karfreitag bei Kundus verantwortlich ist.
Dies sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam am Montag, die den Fall weitergeleitet hat. Wegen der Vorermittlungen wollte das Verteidigungsministerium sich nicht zu den Vorwürfen äußern.
Die Vorermittlungen wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung führen dem Sprecher in Potsdam zufolge nun die Staatsanwaltschaft in Berlin wegen des dort ansässigen Verteidigungsministeriums, sowie die Staatsanwaltschaften in Oldenburg und Regensburg wegen des dienstlichen Wohnsitzes der zuständigen Kommandeure.
Die Mutter eines toten Soldaten, Karola Rosendahl, hat Strafanzeige gegen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), die Bundeswehr und die Kommandeure eingereicht. Die 53-jährige Hotelkauffrau geht davon aus, dass der Tod ihres Sohnes hätte verhindert werden können.
Das Verteidigungsministerium wollte wegen der laufenden Vorermittlungen inhaltlich keine Stellung zu den Vorwürfen beziehen. Ein Sprecher sagte jedoch in Berlin, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) habe die Mutter des Soldaten, "die er persönlich kennengelernt hat und die er zu einem Gespräch getroffen hat, schon mehrmals zugesichert, dass er persönlich jederzeit für ein Gespräch bereit steht".
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