| 14.38 Uhr

"Büro-Versehen"
Dreyer schickt Merkel Brief mit Rechtschreibfehlern

Malu Dreyer - "beliebter als Freibier"
Malu Dreyer - "beliebter als Freibier" FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Peinliches Malheur mit Absender der Staatskanzlei in Mainz: Das Büro von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Brief geschickt, der vor Rechtschreib- und Kommafehlern nur so strotzt.

Sechs Patzer in sechs Sätzen: Die Staatskanzlei bedauerte den Fall am Mittwoch ganz offiziell. "Es tut uns leid, dass diese fehlerhafte Fassung des Briefes an die Bundeskanzlerin gesendet wurde", teilte Regierungssprecherin Monika Fuhr am Mittwoch in Mainz mit und bestätigte einen Bericht der "Welt". "Es ist ein Büro-Versehen." Der Büroleiter der Staatskanzlei habe sich dafür im Büro von Kanzlerin Merkel entschuldigt.

In dem Schreiben, das die Redaktion der "Welt" mit Rotstift-Korrekturen versehen veröffentlichte, schlägt die rheinland-pfälzische Regierungschefin ein Bund-Länder-Spitzengespräch zur Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA vor. Darin finden sich der "Welt" zufolge falsche Endungen und eine falsche Verbform, außerdem fehlen Buchstaben und an einer Stelle ein Komma.

In einem Satz tauchen sogar gleich mehrere Schnitzer auf: "Die auch heute wieder bekannt gewordenen Informationen, wonach die amerikanische und britische Geheimdienste nahezu sämtliche Verschlüssungssysteme unterlaufen können, verunsichert die Menschen in unserem Land."

Die Fehler:

  • Das Subjekt "Informationen" steht im Plural, das dazugehörige Verb "verunsichert" aber im Singular
     
  • Im Wort "Verschlüssungssysteme" fehlt ein "el"
     
  • Die nationale Zuordnung der Geheimdienste ignoriert ebenfalls die Grammatik, bei beiden Adjektiven fehlt am Ende des Wortes ein "n"

Korrekt müsste es heißen: "Die auch heute wieder bekannt gewordenen Informationen, wonach die amerikanischen und britischen Geheimdienste nahezu sämtliche Verschlüsselungssysteme unterlaufen können, verunsichern die Menschen in unserem Land." 

Natürlich sei ein Brief mit Fehlern nicht akzeptabel, erklärte die Regierungssprecherin. "Aber: Wo Menschen arbeiten, passieren leider auch Fehler."

(dpa)
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