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Weitere Enthüllungen: Dubiose Finanztransaktion von NPD-Chef Voigt

zuletzt aktualisiert: 23.05.2009 - 11:55

Hamburg (RPO). Wegen einer dubiosen Finanztransaktion gerät der Chef der rechtsextremen NPD, Udo Voigt, in Erklärungsnot. Laut einem Medienbericht geht es um 30.000 Schweizer Franken, die Voigt für eine "kurzfristige Zwischenfinanzierung" im Januar 2004 von seiner Partei erhalten habe. Das Geld soll einem Geheimvertrag zufolge als Darlehen deklariert gewesen sein.

Udo Voigt in Erklärungsnot  Foto: AP, AP
Udo Voigt in Erklärungsnot Foto: AP, AP

NPD-Justiziar Frank Schwerdt bestätigte laut "Spiegel" die Transaktion und gab an, dass der parteiinternen Finanzkommission der Vorgang samt aller "Abrechnungen und Überweisungen" bekannt sei. Schwerdt habe aber nicht erklärt, warum die Zahlung in Schweizer Franken und in bar erfolgt sei. Auch die Herkunft des Geldes bleibe im Dunkeln. Der NPD-Justiziar ließ Fragen unbeantwortet, ob die Rechtsextremisten Konten oder Kassen in der Schweiz unterhalten hätten und ob Voigt das Geld jemals zurückgezahlt habe.

Erst im Januar waren Funktionäre der Partei auf eine Reihe unerklärlicher "Darlehen" gestoßen, die offenbar gezielt und über Jahre in den Rechenschaftsberichten verschwiegen worden waren. Der Fehlbetrag beläuft sich nach internen Schätzungen auf fast 900 000 Euro und zwang die NPD bereits zu einer Selbstanzeige bei der Bundestagsverwaltung. Im Zusammenhang mit den undurchsichtigen Finanztransaktionen ermittelt die Staatsanwaltschaft Münster gegen Voigt wegen des Verdachts der Untreue. Der NPD-Chef bestreitet die Vorwürfe.

Quelle: DDP

 
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