Foto: rpo, Christian Sieben
Ein politischer Spaziergang durch Berlin.
Startpunkt ist die Wilhelmstraße im Bezirk Mitte. Ziel der Alexanderplatz im alten Ostteil der Stadt.
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Los geht es am Willy-Brandt-Haus in der Wilhelmstraße. Hier mussten selbst die Politiker der Union kürzlich den Eingang suchen. Der befindet sich übrigens an der Rückseite des Gebäudes.
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Woran erkennt man, dass man in der Hauptstadt ist? Hier laden Nochkanzler und Parteichef noch persönlich zur Wahlparty ein. Nur mit dem Entfernen der Plakate kommt man auch Wochen nach der Wahl nicht so recht nach.
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Weiter geht es Richtung Potsdamer Platz, der besonders durch seine moderne Architektur die Blicke auf sich zieht.
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Vom Potsdamer Platz in Sichtweite befindet sich der Bundesrat, der Sitz der zweiten deutschen Kammer.
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In unmittelbarer Nähe zum Bundesrat befindet sich das große - aber doch recht schmucklose Finanzministerium -, der neue Arbeitsplatz von SPD-Mann Steinbrück.
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Spaziert man weiter in Richtung Brandenburger Tor, sieht man bereits die 2.711 Stelen des neuen Holocaustdenkmals. Aus der Distanz sehen diese recht klein aus...
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Geht man allerdings durch die Anlage...
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...wird schnell die Absicht der Architekten deutlich. Die Atmosphäre wird dunkel und bedrohlich.
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Auf dem Weg zum Reichstag passiert man zum ersten Mal das Brandenburger Tor. Berlinneulinge wundern sich gelegentlich etwas über die Größe. In Fernsehbildern u.ä. wirkt das Tor größer.
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Der Reichstag mit seiner Glaskuppel und dem großzügigen Rasen hingegen beeindruckt auch kritische Besucher aus aller Welt.
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Demokratie macht geduldig: Wer die Kuppel besuchen will, muss sich auf einige Wartezeit einstellen.
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Seiteneingang zur Macht: Vor diesem Tor geben Spitzenpolitiker Interviews, bei großen Entscheidungen streiten sich Journalisten um die besten Plätze auf dem Vorplatz.
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Gegenüber sieht der Besucher diese Tür: Sie führt in die Parlamentarische Gesellschaft, Gastgeber für zahlreiche wichtige Verhandlungen in der Vergangenheit.
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Auf der anderen Seite des Spreebogens stehen die Neubauten für die Mitarbeiter des Bundestags und die Abgeordneten.
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Der Komplex setzt sich aus den Parlamentsgebäuden "Jakob-Kaiser-Haus", "Paul-Löbe-Haus" und "Marie-Elisabeth- Lüders-Haus" zusammen.
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An alles ist gedacht: Hinter diesen blauen Mauern verbirgt sich der Kindergarten für den Nachwuchs der Bundestagsmitarbeiter.
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Vom Reichstag und den Bundestagsgebäuden aus erblickt man bereits das Bundeskanzleramt, in dem bald Angela Merkel ihre Arbeit aufnehmen wird.
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Die Vorderansicht das Prachtbaus. Die Skulptur des spanisch-baskischen Bildhauers Eduardo Chillida soll für Trennung und Wiedervereinigung stehen.
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Gleich gegenüber schaut Merkel dann auf die Botschaft der Schweiz.
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Aus dem TV weniger bekannt, aber durchaus sehenswert: Die ausladende Rückansicht des Baus mit dem großen Kanzlergarten.
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Gleich neben dem Kanzleramt dann der doch etwas herbe Charme vom "Haus der Kulturen der Welt". Das "Haus der Kulturen der Welt" veranstaltet zahlreiche Events und Ausstellungen zu interkulturellen Themen.
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Ein (noch) weniger schöner Anblick für Merkel. In Sichtweite vom Kanzleramt gehen die Arbeiten am neuen Berliner Hauptbahnhof weiter.
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Der Namen des neuen Bahnhofs war ein echtes Politikum in der Hauptstadt. Letztlich einigte man sich auf "Hauptbahnhof (Lehrter Bahnhof)".
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Zurück zum Brandenburger geht es weiter entlang der Prachtstraße "Unter den Linden".
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Hier befindet sich unter anderem die Botschaft der Russischen Föderation,...
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...wahrscheinliche einer der schönsten diplomatischen Vertretungen in der Stadt.
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Die britische Botschaft kommt da zwar moderner, aber auch deutlich schmuckloser daher.
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Biegt man rechts in die Friedrichstraße ein, gelangt man zum legendären "Checkpoint Charlie",
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..., der auch 15 Jahre nach der Einheit noch die Besuchermassen anzieht. Unter dem Strich allerdings eher ein kurioser Ort, an dem insbesondere Fliegende Händler versuchen, ihre DDR-Devotionalien an den Mann und an die Frau zu bekommen.
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Szenenwechsel zum Gendarmenmarkt, dem wohl bekanntesten und schönsten Platz der Stadt.
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In den zahlreichen Cafes und Kneipen ließ sich besonders in seiner ersten Amtszeit immer wieder Gerhard Schröder mit seinen Ministern blicken.
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Auf dem Weg zum Alexanderplatz kommt man am Roten Rathaus vorbei, in dem Berlins Regierender Bürgermeister seine rot-rote Regierung führt. Der Name stammt aber natürlich von der Fassadengestaltung mit roten Klinkern.
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Angekommen auf dem Berliner Alexanderplatz im Osten der Stadt, im Volksmund kurz "Alex" genannt. Zentraler Treffpunkt ist die Urania-Weltzeituhr.
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Das 16 Tonnen schwere Konstrukt wurde im Oktober 1969 der Öffentlichkeit vorgestellt. Im November 1997 wurde sie dann für damals 350.000 DM saniert.