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Einigung vor dem Diesel-Gipfel
Autobauer kommen um teure Nachrüstung herum

Einigung vor dem Diesel-Gipfel: Autobauer kommen um teure Nachrüstung herum
Am Mittwoch tritt in Berlin der "Diesel-Gipfel" zusammen. Wichtige Einigungen wurden schon im Vorfeld erzielt. (Symbolbild) FOTO: dpa, mut bwe wie
Berlin. Die deutsche Autoindustrie wird beim Diesel-Gipfel nach Angaben von Regierungs- und Industriekreisen zunächst eine aufwendige und teure Motor-Nachrüstung vermeiden können. Die Bundesregierung gibt sich demnach mit einem Software-Update zufrieden.

"Die deutschen Hersteller werden sich verpflichten, per Software-Update den Stickoxid-Ausstoß von etwa zwei Millionen weiteren Autos auf deutschen Straßen zu senken", sagte ein Regierungsvertreter einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge vor dem Treffen am Mittwoch in Berlin. Auch das "Handelsblatt" berichtet unter Bezugnahme auf den Entwurf der Abschlusserklärung über eine entsprechende Einigung. 

Nicht berücksichtigt bei dieser Einigung sind dabei mehrere Millionen Fahrzeuge etwa von VW, deren Nachrüstung ohnehin angekündigt ist.

300 Millionen Euro statt mehrere Milliarden

Die Kosten könnten sich dafür auf um die 300 Millionen Euro belaufen, eine Nachrüstung am Motor würde mehrere Milliarden Euro bedeuten. Ob diese Updates reicht, um Fahrverbote zu verhindern, ist offen. Die Auto-Importeure, die für ein Drittel der Fahrzeuge stehen, wollten sich zunächst nicht zu Nachbesserungen verpflichten, hieß es in Industriekreisen.

Die deutsche Autobranche soll sich allerdings mit 250 Millionen Euro an einem Fonds beteiligen, der den vor allem von der Stickoxid-Belastung betroffenen Kommunen helfen soll. 250 Millionen Euro will auch der Bund aufbringen.

Davon abgesehen soll ein Förderprogramm für den Kauf von Elektro-Behördenfahrzeugen aufgestockt werden. Damit soll auch zum Beispiel die Bus-Flotte von derzeit tausend E-Bussen innerhalb eines Jahres auf etwa 5000 ausgebaut werden können.

(csi/REU)
 
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