kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Streit um Ahmadinedschad: Einreiseverbot oder Empfang ohne Protokoll

zuletzt aktualisiert: 12.06.2006 - 08:37

Berlin (rpo). Mit Aufgeregtheit geht der Streit um einen möglichen Deutschland-Besuch des iranischen Staatschefs Ahmadinedschad zur Fußball-WM weiter. Ahmadinedschad sei in Deutschland nicht willkommen und "hat hier nichts verloren", stellen Politiker fest. Andere erwägen bereits "protokollarische Möglichkeiten", um diese Position zu unterstreichen.

Es sei sehr schwer, Ahmadinedschad als Staatsoberhaupt eine eventuelle Einreise zu verwehren, sagte Unions- Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Er verwies unter anderem auf Verträge mit dem Fußballweltverband FIFA, die es erschwerten, eine Einreise des umstrittenen iranischen Staatschefs zu verhindern. Deutschland hat in den Verträgen zur Fußball-Weltmeisterschaft Regierungsgarantien abgegeben.

Zu einem eventuellen Besuch des iranischen Staatschefs sagte Bosbach: "Ebenso herzlich, wie wir die iranischen Spieler empfangen sollen, müssen wir Ahmadinedschad sagen, dass er hier nicht willkommen ist. Ahmadinedschad hat hier nichts verloren." Sollte er dennoch kommen, dürfe er auf keinen Fall mit Protokoll empfangen werden.

"Jenseits des Einreiseverbots gibt es viele protokollarische Möglichkeiten", sagte auch der Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck. Entscheidend aber sei das zivilgesellschaftliche Engagement gegen den Besucher. Die Grünen-Europaabgeordnete Angelika Beer sagte, sie erwarte im Fall einer Einreise Ahmadinedschads in Deutschland Massenproteste gegen den iranischen Staatschef. Ein Einreiseverbot lehnte die Grünen-Politikerin hingegen ab. "Das wäre eine Stigmatisierung einer Person, die nur darauf wartet, aufgewertet zu werden", sagte sie.

Der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, nannte die Forderung nach einem Einreiseverbot "verständlich, aber nach meiner Auffassung falsch".

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, Elmar Brok (CDU), knüpfte Bedingungen an eine eventuelle Einreise Ahmadinedschads. "Er kann dann kommen, wenn er seine anti-jüdische und anti-israelische Rhetorik einstellt und deutlich macht, dass er bei den Verhandlungen in der Nuklearfrage eine konstruktive Rolle einnehmen will", sagte Brok.

Quelle: afp2

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Bürgerentscheid am Sonntag

Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Duisburgs Oberbürgermeister (CDU) muss sich am Sonntag einem Bürgerentscheid stellen. Wenn ... mehr 

28 Tote bei Explosionen in Aleppo

Gewalt in Syrien

28 Tote bei Explosionen in Aleppo

In Aleppo sprengten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft und rissen 28 Menschen in den Tod. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Bürgerentscheid am Sonntag

Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Schulpolitik in NRW

Bürokratie plagt die Lehrer

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

Bundespräsident Christian Wulff

Neue Vorwürfe gegen Bundespräsidenten

Wulff nutzte Firmen-Handy eines Freundes

Als niedersächsischer Regierungschef hat Bundespräsident Christian Wulff mehrere Monate lang ein Firmen-Handy des befreundeten Filmfondsmanagers David Groenewold benutzt. mehr

 

Hollywood-Star trifft deutschen Politiker

Angelina Jolie bei Außenminister Westerwelle

 

Kanzlerin stärkt Wulff den Rücken

Merkel lobt "Transparenz" des Bundespräsidenten

 

Immunität von zwei Abgeordneten aufgehoben

Staatsanwalt kann weiter gegen Linke ermitteln

 

Affäre um den Bundespräsidenten

Neue Rücktrittsforderungen gegen Wulff

 
Top-Services