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CDU-Politikerin
Steinbach gegen Gleichstellung homosexueller Paare

Erika Steinbach gegen Gleichstellung homosexueller Paare
CDU-Politikerin Erika Steinbach. FOTO: dpa, bvj cul rho
Berlin. Im Streit um eine Gleichstellung homosexueller Paare hat die CDU-Politikerin Erika Steinbach die besondere Stellung der Ehe im Grundgesetz betont. "Die Ehe ist die natürliche Verbindung von Mann und Frau. Der Staat hat sie unter einen Schutz gestellt, weil nur in dieser Gemeinschaft dauerhaft der Fortbestand der Generationen gesichert wird", sagte Steinbach der "Welt" (Samstag).

Zugleich warnte die Bundestagsabgeordnete und frühere Präsidentin des Bundes der Vertriebenen vor einer Diskriminierung Homosexueller.

In allen Gesellschaften, Kulturen und Religionen bilde die Ehe seit jeher "den verbindlichen Rahmen" und sei Keimzelle von Familie und Staat, so die CDU-Politikerin. Allein aus diesem Grund stelle die deutsche Verfassung Ehe und Familie unter besonderen staatlichen Schutz – "und nicht, um andere Lebensgemeinschaften zu diskriminieren". Steinbach fügte hinzu: "Ich habe 1994 für die ersatzlose Streichung des Paragrafen 175 gestimmt und ich stehe hundertprozentig dazu. Man darf Homosexuelle nicht verfolgen."

Der innenpolitische Sprecher der Grünen, Volker Beck, verteidigte die Forderung nach einer Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Er hielt Steinbach vor, ihr Eheverständnis sei jenes "der Weimarer Reichsverfassung und nicht das des Grundgesetzes". Das Grundgesetz schütze die Ehe um die Freiheiten der Ehegatten willen, so Beck und nicht nur zum Fortbestand der Generationen.

(KNA)
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