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Will für mehr Öffnung des Landes plädieren: Erler reist mit Hilfsgütern nach Birma

zuletzt aktualisiert: 24.05.2008 - 17:55

Berlin (RPO). Nach der Öffnung Birmas für ausländische Helfer ensendet das Außeministerium den Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, in das von Zyklon "Nargis" verwüstete Land. Der SPD-Politiker will an einer internationalen Geberkonferenz am Sonntag in der Hauptstadt Rangun teilnehmen. In seiner Bundeswehrmaschine bringt Erler außerdem acht Tonnen Hilfsgüter in das Land.

Die Geberkonferenz wurde von den Vereinten Nationen und der ASEAN-Staatengemeinschaft einberufen. Schneller und professioneller internationaler Zugang zu den Katastrophengebieten bleibt den nach Worten Erlers die entscheidende Herausforderung, auch wenn die Junta in Birma Signale der Öffnung ausgesandt habe. "Deshalb wird sich die Bundesregierung bei der Geberkonferenz dafür stark machen, dass es nicht bei Zusagen bleibt, sondern dass die Helfer auch wirklich zu allen Betroffenen gelangen," so Erler.

"Für uns stehen die betroffenen Menschen - und das sind mehr als zwei Millionen - im Vordergrund," sagte Erler vor dem Abflug in Berlin-Tegel. Noch lägen Schiffe mit wertvollen Hilfsgütern an Bord vor den Küsten Birmas, die das Land nicht anlaufen dürften. "Wir wollen, dass die Hilfsorganisationen dort arbeiten können, wie sie es gewohnt sind," sagte er. Immerhin habe die Junta inzwischen zugesichert, auch Helfer ins Land zu lassen, die nicht aus der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN kommen.

Erler bringt medizinische Notfallsets, Großraumzelte, Moskitonetze, eine mobile Wasseraufbereitungsanlage und Wasserreinigungstabletten der deutschen Hilfsorganisationen Deutsche Welthungerhilfe, CARE, Johanniter Unfallhilfe, Malteser International, Arbeiter Samariterbund, Kindernothilfe und arche noVa.

In den nächsten Tagen will die Hilfsorganisation Malteser International im Auftrag des Auswärtigen Amts in einem zusätzlichen Flug aus der thailändischen Hauptstadt Bangkok weitere Hilfsgüter nach Rangun transportieren. Mit diesem bisher vierten deutschen Flug werden zusätzliche mobile Wasseraufbereitungsanlagen, Boote, Medikamente und medizinische Ausstattung nach Rangun geflogen.

Zur Unterstützung der humanitären Hilfsleistungen hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier einen Sonderbotschafter nach Birma entsandt. Die Bundesregierung hat deutschen und internationalen Hilfsorganisationen bislang vier Millionen Euro als Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Weitere Hilfe steht nach Regierungsangaben bereit.

Quelle: ap

 
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