(RP) Klaus-Heiner Lehne ist seit 2003 Vorsitzender des Düsseldorfer CDU-Kreisverbands. Der 50-Jährige ist außerdem Mitglied des europäischen Parlaments und rechtspolitischer Sprecher der EVP-EP Fraktion. Mit ihm sprach RP-Redakteurin Denisa Richters.
Klaus-Heiner Lehne ist seit 2003 Vorsitzender des Düsseldorfer CDU-Kreisverbands. Foto: RP, W. Gabriel
Herr Lehne, wer war Joachim Erwin für Sie?
Lehne Ein guter Freund, ein großer OB, eine Persönlichkeit, die Ecken hatte. Er war sicherlich nicht der geborene Diplomat, aber ein Mann, der strategisch denken konnte, der wusste, wo er hinwollte, und in der Lage war, das durchzusetzen.
Wird es schwer für den Nachfolger?
Lehne Jeder, der sein Nachfolger wird, tritt in große Schuhe, einfach wird es nicht. Aber umgekehrt findet jeder, der nachfolgt, auch ein aufgeräumtes Haus vor und kann auf dem aufbauen, das Erwin gemeinsam mit der CDU/FDP-Mehrheit geschaffen hat.
Wie geht die CDU jetzt vor?
Lehne Zunächst werden wir Joachim Erwin, wie es sich für einen großen OB gehört, angemessen verabschieden, und danach wird man in den zuständigen Gremien, also im Kreisverbands-Vorstand überlegen, wie es weitergeht.
Mit wem gehen Sie in die Neuwahl?
Lehne Es ist einfach zu früh, dazu etwas zu sagen. Jetzt ist der Zeitpunkt, sich auf eine anständige Art zu verabschieden, danach kann man darüber nachdenken.
Als Parteichef werden auch Sie als potenzieller Nachfolger gehandelt ...
Lehne Ich denke, dass es die Aufgabe des Parteivorsitzenden ist, dem Parteivorstand zum gegebenen Zeitpunkt einen Vorschlag zu machen. Das werde ich auch tun.
Auch Fraktionschef Dirk Elbers gilt als potenzieller Kandidat ...
Lehne Die CDU hat viele herausragende Persönlichkeiten, die für ein solches Amt geeignet wären.
Der OB muss innerhalb von sechs Monaten neu gewählt werden. Wann wollen Sie Klarheit über Kandidaten und Wahlkampfthema haben?
Lehne Sobald wir uns angemessen verabschiedet haben, werden wir die Diskussion über Kandidaten und Themen beginnen und zu einem schnellen Ende bringen. Zunächst stellt sich vor allem die Frage nach einem Wahltermin.
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Quelle: RP