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Wegen Gewerbeentzug: Ex-Hotelpächter erhebt Vorwürfe gegen Tillich

zuletzt aktualisiert: 15.07.2009 - 18:44

Brlin (RPO). In der Affäre um seine DDR-Vergangenheit wird Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) von einem früheren Hotelpächter belastet. Der inzwischen 66-jährige Rentner wirft Tillich einem Medienbericht zufolge vor, mit einem im Sommer 1989 versandten Brief sein "Leben ruiniert" zu haben.

Seine DDR-Vergangenheit bringt den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich in Bedrängnis.  Foto: AP, AP
Seine DDR-Vergangenheit bringt den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich in Bedrängnis. Foto: AP, AP

Dies berichtete "Welt Online" am Mittwochabend. Tillich, im Sommer 1989 als stellvertretender Vorsitzender des Rates des Kreises Kamenz für Handel und Versorgung zuständig, habe dem Mann in dem Brief persönlich mitgeteilt, dass ihm die Gewerbeerlaubnis für das "Hutberghotel" entzogen werden solle.

Zur Begründung habe Tillich unter anderem "Unvollständigkeit der Preisnachweisunterlagen" und die "Behinderung der Kontroll- und Prüfungsorgane" angegeben, hieß es weiter. Nach Angaben der Staatskanzlei vom Mittwoch kann der Ministerpräsident "aus der Erinnerung nach über 20 Jahren zu dem Vorgang keine Angaben mehr machen und sich demzufolge zum Sachverhalt auch nicht äußern". Allerdings hätten "Gewerbegenehmigungen und Gebewerbeentzüge" damals "zum laufenden Betrieb" gehört.

Bei dem Pächter soll es sich um einen früheren IM der Staatssicherheit handeln, der jedoch zugleich auch 27 Monate wegen "feindlicher Nachrichtenübermittlung" und "Spionagetätigkeit" inhaftiert worden sei und die meiste Zeit davon in Bautzen abgesessen habe. Dem Medienbericht zufolge blieb ihm eine Opferrente bis heute verwehrt, weshalb er mit 600 Euro im Monat auskommen müsse.

Quelle: DDP

 
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