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Ermittlungen gegen Berliner Polizisten
Verfahren wegen Aktenmanipulation im Fall Amri eingestellt

Fall Anis Amri: Verfahren wegen Aktenmanipulation eingestellt
Ein Fahndungsbild von Anis Amri in einer Polizeiwache (Archivfoto). FOTO: dpa, ade kde rho mov
Berlin. In Berlin sind Polizeiakten zum Fall des Weihnachtsmarkt-Attentäters manipuliert worden. Staatsanwälte haben den Vorgang untersucht. Nun wurde das Ermittlungsverfahren gegen zwei Berliner Kriminalpolizisten eingestellt.

Es gebe nicht den erforderlichen hinreichenden Tatverdacht gegen die beiden Beamten des Landeskriminalamts (LKA), teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Einstellung erfolgte offensichtlich auch aus Mangel an Beweisen einer Datenfälschung durch die Kriminalpolizisten.

Unstrittig ist, dass die Akten verändert wurden. Es ließ sich aber laut Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei nachweisen, dass die Polizisten mit Vorsatz und um mögliche eigene Versäumnisse herunterzuspielen handelten.

38 Zeugen vernommen, sieben Durchsuchungen

Aus den Akten hatte laut der Mitteilung der eine Polizist einen zweiten mutmaßlichen Dealer gestrichen, aus dem vor dem Anschlag formulierten Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Drogenhandels wurde später "möglicherweise Kleinsthandel". Der Beschuldigte argumentierte demnach aber, er habe zu dem zweiten Dealer eine neue Akte anlegen wollen und das nur wegen der vielen Arbeit vergessen.

Wegen der Bedeutung des Falls sei die Bearbeitung durch zwei Staatsanwälte gemeinschaftlich erfolgt, hieß es. Im Rahmen der Ermittlungen seien 38 Zeugen vernommen worden. Es gab sieben Durchsuchungen. Die Auswertung aller Computer und Handys betraf demnach 7,3 Millionen Daten. 

Amri hatte im Dezember 2016 einen Lastwagen entführt und auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gesteuert. Dabei wurden zwölf Menschen getötet und annähernd 100 verletzt.

(das/dpa)
 
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