kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Potsdamer Überfall: Fall Ermyas M.: Beschuldigter wieder auf freiem Fuß

zuletzt aktualisiert: 02.06.2006 - 12:36

Potsdam (rpo). Der im Zusammenhang mit dem Angriff auf den Deutsch-Afrikaner Ermyas M. in Potsdam beschuldigte Björn L. ist wieder auf freiem Fuß. Ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Potsdam habe den Haftbefehl am Freitag unter Auflagen außer Vollzug gesetzt, sagte Anwalt Veikko Bartel nach einem Haftprüfungstermin.

Der 29-Jährige müsse sich täglich bei der Polizei melden, hieß es. Der Haftbefehl bestehe weiter, sei aber außer Vollzug gesetzt worden, weil keine Fluchtgefahr bestehe. Die Staatsanwaltschaft Potsdam legte Beschwerde ein.

Amtsgerichtspräsidentin Christiane Dreusicke sagte, da Björn L. bei seiner Mutter lebe und eine feste Beziehung zu seiner Verlobten habe, sei er in familiäre Strukturen eingebunden. Deshalb sei die Haftrichterin davon ausgegangen, dass keine Fluchtgefahr bestehe. Außerdem sei der Tatverdächtige aufgefordert worden, eine feste Arbeit aufzunehmen.

In der vergangenen Woche waren die beiden vier Tage nach dem Angriff festgenommenen Tatverdächtigen zunächst frei gelassen worden. Einen Tag später wurde Björn L. erneut in Untersuchungshaft genommen, nachdem ihn ein Mithäftling belastet hatte. Thomas M. blieb auf freiem Fuß. Außerdem gab der mittlerweile pensionierte Generalbundesanwalt Kay Nehm die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Potsdam zurück. Zur Begründung hieß es, der Vorwurf eines Mordversuches habe sich nicht erhärtet. Der fremdenfeindliche Hintergrund der Tat stehe aber fest.

Beide Männer werden verdächtigt, am frühen Ostersonntag den Ingenieur Ermyas M. niedergeschlagen und lebensgefährlich am Kopf verletzt zu haben. Auf einer Handy-Mailbox war zu hören, wie der in Äthiopien geborene Mann von den Tätern als "Scheiß Nigger" beschimpft wurde. Das Opfer liegt noch immer im Krankenhaus, kann sich wegen seiner Schädelverletzungen aber nicht an den Überfall erinnern.

Quelle: afp2

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Beim weltweit größten privaten Gelddrucker De La Rue, in einer Großdruckerei in der Nähe des britischen Manchester. mehr 

Regierung rechnet mit Mehrheit für Fiskalpakt

Referendum in Irland

Regierung rechnet mit Mehrheit für Fiskalpakt

Die irische Regierung geht offenbar davon aus, dass eine Mehrheit der Bürger im Referendum für den EU-Fiskalpakt gestimmt hat. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Bundespräsident Gauck in Israel

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. Damit brachte er den Zentralrat der Muslime gegen sich auf. Gauck betreibe Geschichtsfälschung. mehr

 

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 
 

Bundesinnenminister Friedrich im Interview

Deutschland schickt 30 Polizeibeamte zur EM

Top-Services