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Versprechen von Schleusern nicht erfüllt
Knapp 2000 Iraker sind seit Herbst freiwillig heimgekehrt

Asyl: Diese Rechte und Pflichten haben Flüchtlinge
Asyl: Diese Rechte und Pflichten haben Flüchtlinge
Berlin. Seit dem Herbst 2015 sind nach einem Medienbericht fast 2000 Iraker freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt – unter anderem weil sich die Versprechen, die ihnen Schleuser machten, nicht erfüllt hatten.

Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf einen Bericht des Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums illegale Migration (Gasim), der vertraulich gestempelt ist und aus diesem Monat stammt.

"Häufig wurde die Unzufriedenheit über die Unterbringung, fehlende Arbeitsmöglichkeiten und die daraus resultierende finanzielle Situation sowie die schleppende Abarbeitung des Asylbegehrens zum Ausdruck gebracht", zitiert die "WamS" aus dem dem "Report 02/2016" der Gasim. Aber auch familiäre Gründe, etwa eine bevorstehende Hochzeit in der Heimat, seien angeführt worden.

1970 Iraker verließen demnach seit dem 1. September die Bundesrepublik. Die Flughäfen Düsseldorf, Frankfurt am Main und München verzeichneten seit Herbst vergangenen Jahres einen deutlichen Anstieg der freiwilligen Ausreisen von Irakern. Sie kehrten meist mit Linienflügen der Iraqi Airways zurück.

88 Prozent der Iraker erhalten derzeit positiven Asyl-Bescheid

"Häufig wurden bei der Ausreise die gestellten Asylbegehren zurückgezogen", heißt es im GASIM-Papier laut der Zeitung weiter. Es schließe mit der Prognose: "Die Unzufriedenheit der Migranten könnte dazu führen, dass weiterhin irakische Staatsangehörige freiwillig die Bundesrepublik Deutschland verlassen."

Derzeit erhielten 88 Prozent der Iraker einen positiven Bescheid als Asylbewerber, berichtet die Zeitung weiter. 2015 seien mehr als 121.000 Iraker in den Bundesländern untergebracht worden. Damit lag der Irak nach Syrien und Afghanistan bundesweit auf dem dritten Platz der Hauptherkunftsländer von Asylantragstellern.

(das/AFP)
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