Sozialpolitik: FDP will Elterngeld für Nicht-Berufstätige streichen
zuletzt aktualisiert: 25.06.2010 - 06:22(RP). Die FDP will das Elterngeld umfassender kürzen als bisher im Sparpaket der Regierung vorgesehen. So soll der Mindestzuschuss für Eheleute gestrichen werden, wenn diese nicht berufstätig waren. Ein Modell wird in der FDP-Bundestagsfraktion geprüft.
"Wir sollten das Elterngeld auf diejenigen konzentrieren, die vorher gearbeitet haben oder wegen einer früheren Geburt ihre Berufstätigkeit unterbrochen haben", sagte Fraktions-Geschäftsführer Otto Fricke unserer Redaktion. FDP-Familienpolitikerin Miriam Gruß ergänzte: "Wir müssen grundsätzlich prüfen, ob familienpolitische Leistungen richtig verteilt werden", sagte Gruß unserer Redaktion.
Das Elterngeld war 2007 als Lohnersatzleistung für Berufstätige eingeführt worden, um die Entscheidung für ein Kind zu erleichtern. Nun wollen die Liberalen ein Signal der sozialen Balance setzen. Der Wegfall des Elterngelds für Hartz-IV-Empfänger löste Kritik aus, weil die nicht-arbeitende "Millionärsgattin" weiter den Mindestsatz von 300 Euro beziehen könne.
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