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"Die sollen bleiben, wo der Pfeffer wächst"
FDP will enttäuschte AfD-Anhänger nicht aufnehmen

Fotos: Christian Lindners neue FDP
Fotos: Christian Lindners neue FDP FOTO: dpa, Jan-Philipp Strobel
Berlin. Die FDP will enttäuschten Anhängern der AfD keine neue politische Heimat bieten. Mandatsträger und Mitglieder der AfD hätten bis zuletzt "die ganzen Ressentiments gegen Minderheiten, 'Altparteien' und 'Lügenpresse' mitgetragen", sagte FDP-Chef Christian Lindner der "Welt".

"Die können nicht am Tag darauf in einer liberalen Traditionspartei willkommen sein", zitiert ihn das Blatt in seiner Montagsausgabe. Noch drastischer äußerte sich FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki zu den Ex-AfD-Anhängern um den entmachteten Parteichef Bernd Lucke. "Die sollen bleiben, wo der Pfeffer wächst", sagte Kubicki der "Stuttgarter Zeitung" (Mittwochsausgabe).

"Wie sollen wir mit homophoben europafeindlichen Antiamerikanern gemeinsame Sache machen?" Die ehemaligen AfD-Anhänger seien keine Liberalen. Lindner berichtete, Kommunalpolitiker der AfD hätten bereits bei der FDP vorgefühlt. Denen sage er aber in aller Klarheit, dass sie keine Zukunft in der AfD hätten.

In der Wählergunst hat die AfD nach dem Rechtsruck und der Abspaltung des Lucke-Flügels weiter verloren. Sie kam im Insa-Meinungstrend für die "Bild" (Mittwochsausgabe) nur noch auf 3,5 Prozent, das war ein halber Punkt weniger als in der Vorwoche. Die FDP blieb konstant bei vier Prozent. CDU/CSU kamen in der Umfrage auf 42 Prozent, die SPD auf 25,5 Prozent sowie Grüne und Linke auf je 9,5 Prozent.

(AFP)
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