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Konferenz von Bund und Ländern
Verkehrsminister beraten über Fernbus-Maut

Fernbus-Maut auf Autobahnen? Verkehrsminister beraten auf Usedom
Das Thema Fernbus-Maut sorgte bereits im Vorfeld für heftige Diskussionen. FOTO: dpa
Heringsdorf. Sollte es für Fernbusse auf deutschen Straßen eine eigene Maut geben? Über dieses strittige Thema beraten in Heringsdorf auf der Insel Usedom die Verkehrminister von Bund und Ländern.

Die Konferenz beginnt an diesem Donnerstag um 13 Uhr. Diskutiert wird über eine mögliche Ausweitung der Lkw-Maut auf Fernbusse. Der Chef der Verkehrsministerkonferenz, Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Christian Pegel (SPD), strebt dazu einen Beschluss in Heringsdorf an. Das Thema sorgte bereits im Vorfeld für heftige Diskussionen.

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer nannte die Maut-Forderung am Mittwoch "völlig unangemessen". Busse trügen nicht wesentlich zur Abnutzung der Straße bei, denn sie hätten nur einen Anteil von 1,2 Prozent am Verkehr auf der Autobahn, sagte ein Sprecher. Der Auto Club Europa (ACE) hingegen begrüßte den Vorstoß Pegels. Straßen und Brücken litten unter der zunehmenden Zahl an Bussen, sagte der Vorsitzende Stefan Heimlich.

Auch der Verband Allianz Pro Schiene unterstützt eine Fernbus-Maut. "Die Einschätzung des Vorsitzenden der Verkehrsministerkonferenz Christian Pegel (SPD), die Maut-Befreiung für Fernbusse sei systemwidrig, trifft den Nagel auf den Kopf", sagte Geschäftsführer Dirk Flege. Die Allianz pro Schiene begrüße die Initiative, auf Chancengleichheit zwischen Straße und Schiene zu bestehen.

Weitere Themen der Verkehrsministerkonferenz sind der Breitbandausbau und Tempo 30 vor Kitas und Schulen.

(hebu/dpa)
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