kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Atommüllager Asse: Feuchte Decke beunruhigt die Grünen

zuletzt aktualisiert: 16.01.2009 - 17:57

Wolfenbüttel/Berlin (RPO). Die Grünen machen sich Sorgen um den Zustand des Atommüllagers Asse. Die Decke über der Einlagerungskammer 9 sei durch die anhaltenden Laugenzuflüsse feucht geworden, sagte die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl. Nun drohe die Lauge durch die Decke in die Kammer zu laufen.

Die Abgeordnete Kotting-Uhl forderte am Freitag umgehend Maßnahmen, "um gefährliche Folgen einer Durchfeuchtung von Kammer 9 zu verhindern". Kotting-Uhl berief sich auf die Analyse von "mikroseismischen Ereignissen" über dem Hohlraum. Der Betreiber des Bergwerks Asse, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), bestätigte die Angaben. Die Feuchtigkeit in der Decke sei allerdings schon länger bekannt, sagte Behördensprecher Florian Emrich. Die Zuflüsse würden beobachtet, einen Grund für sofortige Abwehrmaßnahmen gebe es nicht.

Lauge könnte sich ausbreiten

Nach Angaben von Emrich lagert in der Kammer 9 selbst kein Atommüll. Der Hohlraum sei vor etwa einem Jahr von dem vorherigen Betreiber mit Beton verfüllt worden. Kotting-Uhl befürchtet jedoch, dass die eindringende Lauge leicht in die benachbarten Hohlräume 8 und 10 gelangen kann. In diesen beiden Kammern liegen insgesamt knapp 16 000 Atommüll-Fässer, die teilweise Plutonium enthalten. Das BfS müsse prüfen, ob die sofortige Rückholung des Mülls aus den Kammern 8 und 10 machbar sei, verlangte Kotting-Uhl: "Geld darf in dieser Frage keine Rolle spielen."

Kammer 4 könnte einstürzen

Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass die Kammer 4 vom Einsturz bedroht ist. Die Linke im niedersächsischen Landtag kritisierte, das BfS habe diese Informationen fast sechs Wochen lang zurückgehalten. Von der versprochenen Transparenz des neuen Betreibers sei "nichts zu spüren". Auch Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hatte bemängelt, er sei vom BfS nicht frühzeitig über die im Dezember festgestellten Schäden informiert worden. Das Bundesamt hat dies jedoch zurückgewiesen.

Grüne und Linke warnten am Freitag davor, weitere Kammern mit Beton zu befüllen. "Es ist jetzt wichtig, besonnen vorzugehen und bei den notwendigen Stabilisierungsmaßnahmen keine Fakten zu schaffen, die eine spätere Rückholung des Atommülls verhindern", sagte Kotting-Uhl. Der Umweltexperte der Linken, Kurt Herzog, zeigte sich "skeptisch, ob das BfS angesichts der Einsturzgefahr nicht doch auf die Flutungs-Pläne des abgelösten Asse-Betreibers Helmholtz-Zentrum zurückgreift".

Quelle: DDP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Nur der Hauch einer Annäherung

Putins Antrittsbesuch in Berlin

Nur der Hauch einer Annäherung

Beim Antrittsbesuch von Russlands Präsident Wladimir Putin bei Angela Merkel in Berlin begrüßten sie sich im Kanzleramt mit Wangenkuss. mehr 

Personeller Showdown bei den Linken

Parteitag am Wochenende in Göttingen

Personeller Showdown bei den Linken

Bei der Linken wird der Kampf ums Spitzenpersonal an diesem Wochenende entschieden – zumindest vorerst. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Putins Antrittsbesuch in Berlin

Nur der Hauch einer Annäherung

Parteitag am Wochenende in Göttingen

Personeller Showdown bei den Linken

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Die Linke - Konferenz in Frankfurt

Parteitag am Wochenende in Göttingen

Personeller Showdown bei den Linken

Gleich zehn Kandidaten bewerben sich um zwei Posten. Und es könnten kurzfristig noch mehr werden. Bei der Linken wird der Kampf ums Spitzenpersonal an diesem Wochenende entschieden – zumindest vorerst. Fraktionschef Gregor Gysi warnt schon jetzt vor ... Von Dana Schülbe  mehr

 
 
 

Keine Lösung bis zum Herbst

SPD-Länder lehnen Steuerabkommen weiter ab

 

Debatte um marodes Atommüll-Lager

Altmaier will Lex Asse zur Atommüll-Bergung

 
Top-Services