kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Debatte um Steueroasen: Finanzbürgermeisterin aus Ouagadougou kritisiert Steinbrück

zuletzt aktualisiert: 08.05.2009 - 09:50

Berlin (RPO). Im Wirbel um Bundesfinanzminister Peer Steinbrücks Vergleich deutscher Nachbarstaaten mit dem afrikanischen Burkina Faso meldet sich nun die Finanzbürgermeisterin von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou zu Wort. Sie rügt Steinbrücks Afrika-Bild, gibt aber gleichzeitig zu, dass bei der Steuereintreibung in ihrem Land Unkorrektheiten aufträten.

Minata Ouédraogo, Finanzbürgermeisterin von Ouagadougou, rügt das Afrika-Bild von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Die Hälfte der 1,2 Millionen Bewohner Ouagadougous lebe unter der Armutsgrenze von einem US-Dollar pro Tag und die andere Hälfte suche zum Großteil als Straßenhändler oder Gelegenheitsarbeiter ein Auskommen. "Da ist leider nicht viel Geld, das der Staat abschöpfen könnte", sagte Ouédraogo der "Berliner Zeitung".

Ouédraogo räumte ein, dass es bei der Steuereintreibung in ihrem Land zu Unkorrektheiten komme. So liege dem Haushaltsplan die Annahme zugrunde, dass 80 bis 85 Prozent der Steuerpflichtigen Ouagadougous zur Kasse gebeten würden. "Das kann man nicht einmal optimistisch nennen, das ist reine Fantasie", sagt die Politikerin.

Aber man könne eben von einem Land, das auf dem UN-Index für menschliche Entwicklung auf dem 176. und vorletzten Platz rangiere, das die Bevölkerung nur unvollkommen mit dem Notwendigsten versorge, auch keine perfekte Finanzverwaltung erwarten. Zu dem vielen, was ihr Land nicht habe, gehörten freilich auch Nummernkonten, sagte Ouédraogo.

Steinbrück hatte im Zusammenhang mit der Debatte um Steueroasen Luxemburg, Liechtenstein, die Schweiz und Österreich in einem Atemzug mit Ouagadougou genannt.  Am Donnerstag erneuerte er zudem seine Kritik an der Schweiz und Liechtenstein. Sie würden deutsche Steuerzahler zur Steuerhinterziehung und zum Steuerbetrug einladen, sagte der Finanzminister

Burkino Faso steht dem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge anders als die Schweiz, Österreich, Luxemburg oder Liechtenstein nicht auf der Liste der Staaten, denen die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mangelnden Einsatz gegen Steuerhinterziehung vorwirft.

Quelle: DDP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. mehr 

Syrische Deserteure drohen Assad

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Bundespräsident Gauck in Israel

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. Damit brachte er den Zentralrat der Muslime gegen sich auf. Gauck betreibe Geschichtsfälschung. mehr

 

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 
 

Bundesinnenminister Friedrich im Interview

Deutschland schickt 30 Polizeibeamte zur EM

Top-Services