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Albanien
EU-Staaten wollen Alternativrouten für Flüchtlinge schließen

Grenze: Flüchtlingslager Idomeni versinkt im Schlamm
Grenze: Flüchtlingslager Idomeni versinkt im Schlamm FOTO: dpa, bip ase
Brüssel. Nachdem die Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland geschlossen wurde, wollen EU-Staaten auch andere Routen schließen. Der italienische Innenminister Angelino Alfano kündigte am Donnerstag an, mit Albanien entsprechende Gespräche führen zu wollen.

Albanien grenzt an den Nordwesten von Griechenland und gilt deswegen als alternatives Transitland. Von dort aus könnten Flüchtlinge versuchen, mit Schiffen über die Adria nach Italien zu gelangen. Zusätzlich bietet Albanien die Möglichkeit, auf dem Landweg in Richtung Norden weiterzureisen. Es gehe darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um illegale Migration zu verhindern, erklärte Alfano am Rande eines EU-Innenministertreffens in Brüssel.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière wies darauf hin, dass Flüchtlinge auch wieder verstärkt versuchen könnten, von Libyen aus über das Mittelmeer nach Italien zu kommen. "Es gibt die Sorge, dass es andere Routen gibt", sagte der CDU-Politiker. Man sei deswegen mit den Italienern im Gespräch, um frühzeitig eine ähnliche Entwicklung wie auf der Balkanroute zu vermeiden.

(haka/dpa)
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