| 08.20 Uhr

Vreden/Berlin
Gemeinden lehnen Verbesserungen für Flüchtlinge ab

Stimmen: NRW-Bürgermeister zur Lage in ihrer Stadt
Stimmen: NRW-Bürgermeister zur Lage in ihrer Stadt FOTO: dpa, fg nic
Vreden/Berlin. Die Kommunen haben an die Bundesregierung appelliert, sie nicht mit zusätzlichen Auflagen für die Unterbringung und Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen zu belasten. Man tue bereits viel, mehr sei nicht zu bewerkstelligen, heißt es. Von Birgit Marshall

"Gerade für besonders Hilfsbedürftige wie Schwangere tun die Kommunen, was möglich ist, man sollte aber nicht weitere zusätzliche Standard festschreiben", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, unserer Redaktion. "Angesichts des hohen Zustroms von Flüchtlingen wird es für die Städte und Gemeinden immer schwieriger, geeignete Notunterkünfte zu finden", sagte Landsberg.

Ähnlich äußerte sich der Deutsche Landkreistag. "Eine Anhebung des Standards würde falsche Signale und insbesondere falsche Anreize für Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive setzen und ginge an den Realitäten der aktuellen Flüchtlingssituation vorbei", sagte Hans-Günter Henneke, Hauptgeschäftsführer des Landkreistages. "Schwangere Flüchtlinge und Wöchnerinnen erhalten heute schon von Beginn an eine vollumfängliche medizinische Versorgung", sagte Henneke. 

Liebe Leserinnen und Leser,
Ihre Meinung zu RP Online ist uns wichtig. Anders als sonst bei uns üblich gibt es allerdings an dieser Stelle keine Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Zu unserer Berichterstattung über die Flüchtlingskrise haben wir zuletzt derart viele beleidigende und zum Teil aggressive Einsendungen bekommen, dass eine konstruktive Diskussion kaum noch möglich ist. Wir haben die Kommentar-Funktion bei diesen Themen daher vorübergehend abgeschaltet. Selbstverständlich können Sie uns trotzdem Ihre Meinung sagen – per Facebook oder per E-Mail.