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Statistik für Oktober
Zahl neuer Flüchtlinge in Deutschland weiter niedrig

Flüchtlinge in Deutschland: Im Oktober wurden 15.170 neue Asylbewerber gezählt
Das Bundesamt für Migration entscheidet über Asylanträge (Symbolbild). FOTO: RP/Endermann
Berlin. Die Zahl der neuen Asylbewerber bewegt sich weiter auf niedrigem Niveau. Die meisten Flüchtlinge kommen weiterhin aus Syrien.

Die Asylgesuchstatistik weist für Oktober 15.170 Neuzugänge aus, wie das Bundesinnenministerium am Donnerstag mitteilte. Im September waren es mit 14.688 etwas weniger gewesen, im August mit 16.312 etwas mehr. Hauptherkunftsland war im Oktober erneut Syrien mit 3301 Flüchtlingen, gefolgt vom Irak mit 1997 und der Türkei mit 1059.

Insgesamt sind in diesem Jahr bislang 156.023 Asylsuchende nach Deutschland gekommen. Die meisten, die bis Ende Oktober einreisten, stammen aus Syrien (39.519) und Irak (17.644), gefolgt von Afghanistan (10.525) und Eritrea (8034), wie das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte. 

Die Zahl der noch anhängigen Asylverfahren reduzierte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge den Angaben zufolge bis Ende Oktober auf 87.187. Ein Jahr zuvor waren es noch 547.000 gewesen. Das Bundesamt entschied im Oktober über die Anträge von 33.005 Menschen. 19 Prozent der Entscheidungen waren Anerkennungen als Bürgerkriegsflüchtling nach der Genfer Konvention, in 12,5 Prozent der Fälle wurde subsidiärer Schutz gewährt. 36,7 der Bescheide waren Ablehnungen.

Die Zahl der Neuzugänge bei den Flüchtlingen bewegt sich seit längerem auf niedrigem Niveau. Im Rekordjahr 2015 waren es noch 890.000 gewesen. Bei den derzeitigen Verhandlungen über eine mögliche Jamaika-Koalition drängen Union und FDP darauf, die Zuzugszahlen zu begrenzen.

(wer/AFP/REU)
 
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