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Medienbericht
Komplize von Franco A. könnte bei Bundeswehr Pistole gestohlen haben

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Hamburg. Die Bundeswehr hat Medienberichten zufolge konkrete Hinweise darauf, dass ein mutmaßlicher Komplize des inhaftierten rechtsextremen Oberleutnants Franco A. bei der Bundeswehr eine P8-Pistole gestohlen haben könnte.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Freitag vorab berichtete, ergaben interne Ermittlungen, dass der am Dienstag festgenommene Maximilian T. im Sommer 2014 bei einem Schießtraining in Bayern mitmachte. Nach dem Training auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr sei damals eine Pistole vom Typ P8 als verschwunden gemeldet worden.

Die Ermittlungen der Bundeswehr nach dem Vorfall bei einem gemeinsamen Training von Soldaten aus den USA und Deutschland habe lange keine Hinweise auf mögliche Täter ergeben, heißt es in dem "Spiegel"-Bericht. Diese Woche seinen nun aber alle Fälle mit verschwundenen Waffen überprüft worden.

Gefundene Munition stammt offenbar aus Bundeswehr-Beständen

Dabei sei aufgefallen, dass Maximilian T. als Student der Bundeswehr-Universität an der Übung teilgenommen habe. Inzwischen werde unter Hochdruck ermittelt, ob er damals die Pistole gestohlen habe.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte am Mittwoch, im Fall Franco A. gebe es Munitionsfunde, "die aus den Beständen der Bundeswehr stammen". Bereits in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass im Umfeld von Franco A. erhebliche Mengen Munition gefunden wurden.

Der seit Ende April inhaftierte Oberleutnant Franco A. hatte sich monatelang als syrischer Flüchtling ausgegeben und offenbar einen Anschlag geplant. Mit der fiktiven Identität sollte der Verdacht offenbar auf Asylbewerber gelenkt werden.

(isw/AFP)
 
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