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Flugzeug-Panne
Schrecksekunde für Minister Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier: Reifenplatzer und Vollbremsung
Feuerwehrwagen nähern sich dem Flugzeug nach der Vollbremsung auf dem Rollfeld. FOTO: dpa, ped wst
Berlin. Neues Pech für Außenminister Frank-Walter Steinmeier: Beim Start zu einer Afrika-Reise ist am Sonntag auf dem Flughafen Berlin-Tegel bei Steinmeiers Regierungsflugzeug ein Reifen geplatzt. Es ist das zweite Malheur innerhalb weniger Wochen.

Der Airbus A340 musste gegen 13.20 Uhr, als die Maschine kurz vor dem Abheben war, auf der Startbahn eine Vollbremsung machen.
Im Flugzeug war ein lauter Knall zu hören. Verletzt wurde niemand.

Die Maschine stand dann minutenlang auf der Startbahn, die für den sonstigen Flugverkehr gesperrt werden musste. Anschließend wurde sie zur Untersuchung auf eine Parkposition geschleppt. Ob die Afrika-Reise wie geplant stattfinden kann, war zunächst unklar.

Für Steinmeier ist dies innerhalb von wenigen Wochen bereits das zweite Malheur mit einem Regierungsflieger: Im vergangenen Monat war der SPD-Politiker auf dem Flughafen der chinesischen Millionenstadt Changsha hängen geblieben, weil ein Motor kaputt gegangen war und nicht sofort ein Ersatzteil beschafft werden konnte. Steinmeier kam deshalb zu einem Treffen der G7-Außenminister in Japan viele Stunden zu spät.

Zunächst hatte es aus dem Cockpit geheißen, die Maschine sei mit einem Schwarm Vögel zusammengestoßen. Nach einigen Minuten kam dann aber die Ansage, dass während des Starts ein Reifen geplatzt sei. Der Airbus A340 hat insgesamt zwölf Reifen. Aus Sicherheitsgründen waren rund um die Maschine mehrere Fahrzeuge der Flughafen-Feuerwehr im Einsatz.

Steinmeier will zusammen mit Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault eigentlich bis Dienstag die westafrikanischen Länder Mali und Niger besuchen. Wichtigste Themen sind der Kampf gegen islamistischen Terror und die Flüchtlingskrise.

Zuvor hatte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (ebenfalls SPD) eine Iran-Reise wegen einer Erkrankung absagen müssen. Möglicherweise ist dies für Steinmeier nun die Rettung: Falls der Reifen nicht ersetzt werden kann, könnte seine Delegation in den Airbus umsteigen, mit dem eigentlich Gabriel unterwegs sein wollte. Die Maschine stand jedenfalls noch in Tegel.

(csi/dpa)
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