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AfD-Vorsitzende
Petry äußert Verständnis für private Waffenkäufe

Frauke Petry äußert Verständnis für private Waffenkäufe
Immer mehr Deutsche beschaffen sich einen Kleinen Waffenschein. FOTO: dpa, oki pzi
Berlin. Die Vorsitzende der rechtspopulistischen AfD, Frauke Petry, hält es für gerechtfertigt, dass sich immer mehr Menschen in Deutschland eine Waffe zulegen. Der Staat habe sein Gewaltmonopol "stellenweise verloren".

"Viele Bürger fühlen sich zunehmend unsicher. Jeder Gesetzestreue sollte in der Lage sein, sich selbst, seine Familie und seine Freunde zu schützen", sagte Petry den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Wir alle wissen, wie lange es dauert, bis die Polizei, gerade in dünn besiedelten Gebieten, zum Einsatzort gefahren kommt." Daher sei es "kein Grund zur Besorgnis", wenn Bürger sich bewaffneten. Bund und Länder hätten die Polizei "systematisch kaputtgespart", sagte Petry.

Der Staat habe sein Gewaltmonopol "stellenweise verloren". Eine Verschärfung des Waffenrechts lehnte Petry kategorisch ab. Dies würde "die anständigen Bürger treffen - und nicht diejenigen, die sich Waffen im Darknet beschaffen", betonte sie.

Kurz-Porträt: Frauke Petry – jung, weiblich, populistisch FOTO: dpa, spf pil tmk

Zahl der kleinen Waffenscheine steigt

Nach den jüngsten Gewalttaten in Deutschland waren Forderungen nach einer Verschärfung des Waffenrechts laut geworden. Der Amokschütze von München hatte seine Tatwaffe über einschlägige Internetforen im Darknet gekauft, einem verdeckten Bereich des Internets.

Die Zahl der "kleinen Waffenscheine" für den Besitz von Schreckschusswaffen und Reizgas war laut einem Medienbericht im ersten Halbjahr bundesweit um fast 50 Prozent auf 402.000 angestiegen. Mehr scharfe Schusswaffen legten sich die Deutschen dagegen nicht zu. Die Zahl der dafür erforderlichen Waffenbesitzkarten sank geringfügig auf 1,898 Millionen.

 

(AFP)
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