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Nach Parteiaustritt
Petry beklagt "Hexenjagd" auf ihre Anhänger in der AfD

Bundestagswahl 2017: Frauke Petry will AfD-Fraktion nicht angehören
Berlin. Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry beklagt, es gebe in der Partei eine "Hexenjagd" auf ihre Anhänger. Wer als Petry-Unterstützer gelte, werde "wie ein Verräter behandelt und in den sozialen Netzwerken regelrecht verfolgt".

Wegen der fortwährenden Angriffe auf ihre eigene Person sei es ihr auch nicht möglich gewesen, nach der Wahl noch in der neuen AfD-Bundestagsfraktion mitzuarbeiten und sich erst später gegebenenfalls abzuwenden, sagte Petry der "Welt am Sonntag"

"Man hätte, wenn ich dabeigeblieben wäre, nicht aufgehört mich zu demontieren", sagte Petry. Anders als andere Parteien gebe sich die AfD nicht damit zufrieden, "Leute auf bestimmten Posten zu verhindern und dann anderswo zu parken. Nein, in der AfD wird sehr gründlich entsorgt." Sie habe sich "in der Öffentlichkeit nicht noch weiter diskreditieren lassen" können.

"Ich brauche Glaubwürdigkeit, wenn ich weiterhin Politik machen will, und deshalb konnte ich nicht länger zusehen, wie ich aus der AfD heraus beschädigt werde", sagte Petry. Als Beispiel für gegen sie gerichtete Intrigen führte sie an, dass von ihren Gegnern kolportiert worden sei, sie habe die alleinige Spitzenkandidatur haben wollen. Dieses Gerücht sei gestreut worden, um sie zu diskreditieren - in Wahrheit habe Partei-Vize Alexander Gauland von Anfang an Spitzenkandidat werden wollen.

Die rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) war als drittstärkste Kraft in den Bundestag eingezogen. Petry hatte einen Tag nach dem Wahlerfolg ihren Austritt aus der Bundestagsfraktion bekannt gegeben, am Freitag trat sie aus der Partei aus.

Bezüglich ihrer neuen politischen Pläne sagte Petry, sie wolle im sächsischen Landtag und auch im Bundestag eine Gruppe aus mehreren Abgeordneten bilden. Dabei strebe sie aber "keinen Exodus aus der AfD an" und werde "nicht versuchen, die AfD gezielt zu entkernen".

(jco/AFP)
 
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