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Eindrücke rund um den G7-Gipfel
Container-Gefängnis, Brotzeit für Obama, Lärmschutzbeauftragter

Fotos: Eindrücke von Schloss Elmau und aus dem Protestcamp
Fotos: Eindrücke von Schloss Elmau und aus dem Protestcamp FOTO: dpa
Garmisch-Partenkirchen. Die G7 werden am Sonntag und Montag auf Schloss Elmau in Oberbayern über die große Weltpolitik sprechen, die Gegner protestieren schon jetzt dagegen. Das Großereignis versetzt die Region in einen Ausnahmezustand. Von Dana Schülbe

Schon Wochen vor dem Gipfel hatten in der Region rund um das auf gut 1000 Meter Höhe gelegene Schloss Elmau die Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Die Polizei baute auf, Naturschützer protestierten. Die Sicherheitszäune im Wald wurden natürlich dennoch errichtet – inklusive rot-weißer Bänder, die als Markierung für den Auerhahn gedacht sind.

Aber nicht nur rund um das Schloss, sondern auch im Protestcamp in Garmisch-Partenkirchen, einer riesigen Wiese am Fuße der Alpen, gelten gewisse Regeln. So hatte das "Aktionsbündnis Stop-G7" mit der Gemeinde extra eine Vereinbarung zum Betrieb des Camps geschlossen.

Die Themen des G7-Gipfels in Oberbayern

Einen Bauzaun um das Lager bekamen sie nicht, dafür Behälter für den Müll am Eingang und einen bereitgestellten Kanal fürs Abwasser. Die Verantwortlichen des Camps stellen wiederum neben Ansprechpartner für die Polizei einen Lärmschutzbeauftragten. Und hochprozentiger Alkohol ist gleich gar nicht erlaubt.

Zahlreich kommen die G7-Gegner dennoch. Die Organisatoren befürchten schon jetzt, dass das Camp zu klein ist und zu voll werden könnte. Das sieht bei den Gipfel-Teilnehmer auf Schloss Elmau naturgemäß ganz anders aus. Die 5-Sterne-Anlage verfügt über großzügige Suiten, sechs Restaurants, mehrere Bars und verschiedene Spas zum Entspannen. Ob die Teilnehmer aber wirklich Zeit haben, in den Genuss der ganzen Annehmlichkeiten zu kommen, ist fraglich.

Schloss Elmau – Herberge des G7-Gipfels in Bayern FOTO: dpa

Für Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama steht jedenfalls ein weiterer Termin an, bevor es auf den Gipfel geht. Sie werden die 1900-Einwohner-Gemeinde Krün nahe des Schlosses besuchen und mit Bürgern sprechen. "Es gibt natürlich Bier und Brotzeit", verriet Bürgermeister Thomas Schwarzenberger. Trachtler und Blasmusik bekommen die beiden Politiker ebenfalls zu sehen und zu hören. Die anderen Gäste des Gipfels wiederum dürfen sich klassische Musik anhören: Merkel lädt auf Schloss Elmau zum Richard-Strauss-Liederabend. 

Falls es übrigens zu Ausschreitungen beim Gipfel kommen sollte, wurde auch hier vorgesorgt. Bis zu 200 Demonstranten kann die Polizei vorübergehend einsperren – und zwar in einem extra anlässlich des Gipfels errichteten Container-Gefängnis. Die vergitterten Container haben Strom, Licht, Lüftung und Heizung. Und auch Räume zur Betreuug von Kindern Festgenommener gebe es.

mit Agenturmaterial

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