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Arbeitgeber sollen wieder Hälfte der Kosten tragen
Gabriel will Rückkehr zur paritätischen Krankenversicherung

Gabriel will Rückkehr zur paritätischen Krankenversicherung
Die Zusatzbeiträge der Krankenkassen könnten deutlich ansteigen. FOTO: dpa, gam tba axs
Berlin . Angesichts der absehbar steigenden Beiträge hat SPD-Chef Sigmar Gabriel eine Rückkehr zur paritätischen Aufteilung der Krankenkassenbeiträge gefordert. Die SPD will, dass die Krankenkassenbeiträge wieder zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen werden.

Das sagte Gabriel der "Bild" (Mittwochsausgabe). "Diese Parität muss auch bei den Zusatzbeiträgen gelten. Ich verstehe nicht, dass sich die Union dem bislang verweigert." Als die Zusatzbeiträge vor über zehn Jahren eingeführt wurden, "hatten wir über fünf Millionen Arbeitslose und entsprechende Finanzprobleme bei den Kassen", sagte Gabriel. Seitdem habe sich die Situation "Gott sei Dank" grundlegend verbessert. "Davon müssen jetzt auch die Beitragszahler profitieren."

Zusatzbeitrag könnte von 1,1 Prozent auf 2,4 Prozent steigen

Am Dienstag hatten Experten die Einschätzung geäußert, dass die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) künftig noch viel höher ausfallen könnten als bisher erwartet. Nach einer Berechnung des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen könnte der durchschnittliche Zusatzbeitrag von heute 1,1 Prozent auf 2,4 Prozent im Jahr 2020 steigen.

Das wäre deutlich mehr, als die gesetzlichen Krankenkassen selbst erwarten. Bislang rechnet die GKV bis 2019 mit einem Anstieg des Zusatzbeitrags auf durchschnittlich 1,8 Prozent. Bei den gesetzlichen Krankenkassen wird nur ein allgemeiner Beitragssatz von 14,6 Prozent je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert. Darüber hinausgehende Kosten müssen die Versicherten in Form von Zusatzbeiträgen alleine tragen.

(afp/jeku)
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