kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

NRW-Koalitionsverhandlungen: Gegenwind für Windkraft

zuletzt aktualisiert: 02.06.2005 - 17:44

Düsseldorf (rpo). Bei den Koalitionsverhandlungen von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen haben sich die Verhandlungskommissionen beider Parteien der künftigen Landesregierung darauf geeinigt, höhere Hürden für den Bau von Windkraftanlagen zu schaffen. Auf diese Weise soll die Zahl der Windräder begrenzt werden.

Außerdem soll das Baurecht vereinfacht werden. Baugenehmigungsverfahren wollen die künftigen Partner beschleunigen, wie die Verhandlungsteilnehmer Eckhard Uhlenberg (CDU) und Christian Lindner (FDP) nach der Sitzung mitteilten.

Bei der Windkraft soll in Zukunft der Bau von mehr als einem Windrad nebeneinander als Eingriff in Natur und Landschaft gewertet werden. Das hat zur Folge, dass die Genehmigung für so genannte Windparks erschwert wird. Darüber hinaus sollen Kommunen Höhenbegrenzungen von Anlagen leichter durchsetzen können. Geplant ist auch die Einführung eines Mindestabstands zwischen Windrädern und Wohnhäusern. Die FDP schlägt hier einen Abstand von 1.500 Metern vor. Allerdings gebe es noch Beratungsbedarf, sagte ein Sprecher auf Nachfrage. Bisher ist ein Mindestabstand in NRW nicht vorgesehen.

Vor Beginn des Gesprächs hatte FDP-Fraktionschef Ingo Wolf bereits angekündigt, dass die Windkraft, die er auch "Luftnummer" nannte, möglichst "unattraktiv" gemacht werden solle. CDU-Fraktionschef Jürgen Rüttgers betonte, dass zudem die Subventionen für die Windenergie nicht wie in den vergangenen Jahren weiter "exorbitant" wachsen dürften.

Geringere Kosten für Bauherren

Vereinfacht werden soll das Baurecht im Land, wie Uhlenberg und Lindner ankündigten. Dazu soll gehören, dass technische Standards abgebaut werden, um die Kosten für Bauherren zu verringern. Auch wollen Christdemokraten und Liberale Baugenehmigungsverfahren beschleunigen. Bei Verkehrsprojekten ist eine Beschleunigung von Planungsverfahren geplant, wie FDP-Landesvorsitzender Andreas Pinkwart ankündigte. Derzeit gebe es dabei "erhebliche Verzögerungen". Rüttgers forderte den Bund auf, die Zuschüsse an NRW für Verkehrsprojekte zu erhöhen. Das Land müsse hier besser behandelt werden.

Verbessern wollen die beiden Parteien auch die Informationsrechte für Verbraucher in NRW. "Die neue Landesregierung wird unter anderem für eine umfassende Kennzeichnungspflicht sorgen", betonten Uhlenberg und Lindner. So sollen Lebensmittel in Zukunft vollständig und verständlich nach Herkunft und Inhaltsstoffen deklariert werden.

Die künftigen Partner wollen die Koalitionsverhandlungen voraussichtlich bis 17. Juni abschließen. Fünf Tage später soll CDU-Fraktionschef Jürgen Rüttgers vom Düsseldorfer Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt werden. Bisher sind insgesamt zehn Verhandlungsrunden geplant.

Quelle: afp

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. mehr 

Syrische Deserteure drohen Assad

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Bundespräsident Gauck in Israel

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. Damit brachte er den Zentralrat der Muslime gegen sich auf. Gauck betreibe Geschichtsfälschung. mehr

 

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 
 

Bundesinnenminister Friedrich im Interview

Deutschland schickt 30 Polizeibeamte zur EM

Top-Services