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Konsequenzen aus NSU-Affäre: Geheimdienst MAD will sich stärker öffnen

zuletzt aktualisiert: 18.02.2013 - 07:17

Berlin (RPO). Der Militärische Abschirmdienst (MAD) der Bundeswehr zieht Konsequenzen aus der NSU-Affäre und öffnet sich stärker für die Öffentlichkeit.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU, links) überreicht dem Präsidenten des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), Ulrich Birkenheier eine Plakette. Foto: dpa, Oliver Berg
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU, links) überreicht dem Präsidenten des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), Ulrich Birkenheier eine Plakette. Foto: dpa, Oliver Berg

"Wir wollen in der Tat einen Paradigmenwechsel einleiten", sagte Ulrich Birkenheier, seit Juli 2012 Präsident des Amtes, der "Welt". "Früher hieß es, die Öffentlichkeit des MAD sei die Bundeswehr." Das neue Motto laute: "Nur wer weiß, was wir machen, kann unsere Arbeit verstehen."

Bei der Aufklärung der Vorgänge um die Morde des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) war auch der MAD in die Kritik geraten.

"Besonders im Zuge der NSU-Affäre haben wir gemerkt, wie sinnvoll es ist, unsere Aufgaben und Leistungen auch nach außen zu präsentieren", sagte Birkenheier weiter. "Wir sind gerade dabei, eine eigene Pressestelle aufzubauen."

Zu Forderungen nach der Abschaffung des MAD sagte Birkenheier, er halte seinen Dienst für "wertvoll und unverzichtbar".

Der MAD mit seinen derzeit rund 1200 Mitarbeitern habe den gesetzlichen Auftrag, die Bundeswehr vor Extremisten, Terroristen, Spionage und Sabotage zu schützen. "Anderen Nato-Nationen praktizieren das genauso", sagte Birkenheier.

Quelle: dpa/nbe
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