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ARD und ZDF reagieren auf GEZ-Rebellion
"Frau von Storch kann auch künftig kommen"

GEZ-Streit: "Beatrix von Storch kann auch künftig kommen"
AfD-Vize Beatrix von Storch in einer Sendung bei Anne Will. FOTO: Screenshot ARD
Berlin. Der ARD-Chefredakteur wirft AfD-Vize Beatrix von Storch widersprüchliches Verhalten vor, weil sie den Rundfunkbeitrag nicht bezahlt, aber gleichzeitig in Talkshows sitzt. Das ZDF verweist auf journalistische Kriterien.

"Es ist schon paradox, dass Frau von Storch sich einerseits weigert, ihren Rundfunkbeitrag zu bezahlen, andererseits aber gerne Einladungen in unsere Sendungen annimmt und diese als Bühne nutzt", sagte ARD-Chefredakteur Thomas Baumann "Bild.de".

"Wenn Frau von Storch wieder einmal Gast in einer unserer Sendungen sein sollte, dann behalten wir uns vor, sie auf diesen Widerspruch anzusprechen und Aufklärung von ihr einzufordern."

Für die Frage, ob sie zu Talkshows eingeladen werde, sei aber nicht relevant, ob sie den Rundfunkbeitrag zahle oder nicht, sagte ein ARD-Sprecher am Mittwoch. "Frau von Storch kann auch künftig in die Sendungen kommen. Das entscheiden in der ARD die Redaktionen."

So handhabt es auch das ZDF, bestätigte eine Sprecherin. Es gebe in diesem Fall keine Auswirkungen auf die Zusammenstellung der Gästeliste. Für die Frage, wer eingeladen werde, seien ausschließlich journalistische Kriterien entscheidend.

Von Storch ist das Konto gepfändet worden, weil sie keinen Rundfunkbeitrag gezahlt hat. Sie hatte das selbst am Montag bei Twitter mitgeteilt: "Nun ist es passiert. Die GEZ hat zugeschlagen - und mein Konto gepfändet. Am 1. April, wie ich gerade erfahre...."

(dpa)
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