Konjunkturpaket II: Glos: "Diskussionen sind kontraproduktiv"
zuletzt aktualisiert: 14.01.2009 - 06:07Düsseldorf (RPO). Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat nach der Einigung auf das zweite Konjunkturpaket Forderungen nach weiteren Hilfen eine Absage erteilt. Wer jetzt über weitere Maßnahmenpakete spekuliere, gefährde die Wirksamkeit des gerade Vereinbarten und spiele mit dem Vertrauen in die mittelfristige Stabilität der Staatsfinanzen, sagte Glos dem "Handelsblatt". Die Diskussion über mögliche weitere Schritte bezeichnete er als "kontraproduktiv".
Der Minister warnte in dem Gespräch vor einem massiven konjunkturellen Einbruch. "Der ausgeprägte Abschwung, in dem wir uns befinden, könnte kräftiger ausfallen als alle bisherigen konjunkturellen Abwärtsbewegungen seit Bestehen der Bundesrepublik. "
Das von den Koalitionsspitzen vereinbarte Konjunkturpaket sei die "angemessene Antwort" auf die gewaltigen Herausforderungen. Glos wandte sich auch gegen Forderungen nach einer Neugestaltung des Bankenrettungsschirms. Dieser habe "bisher die Erwartungen erfüllt", sagte der Wirtschaftsminister. Es könne allenfalls um Nachbesserungen im Detail gehen.
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