Foto: ddp
Noch-Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat mit seinem Rücktrittsangebot heftige Turbulenzen in der Bundesregierung und der CSU ausgelöst. Die Presse ist sich weitgehend einig: Politisch ein mittleres Debakel.
Foto: ddp
Hannoversche Allgemeine: "Eine Demütigung für Seehofer, im Stil zugleich grob und raffiniert. Aber auch die Kanzlerin ist in die Glos-Falle getappt."
Foto: ddp
Financial Times Deutschland: "Weil sie völlig überrascht wurden und aus dem Stand keinen Ersatz hatten, konnten sie Glos zunächst nicht ziehen lassen; inmitten der schwersten Wirtschaftskrise seit Bestehen der Republik sprang jedem ins Auge, wie dünn die wirtschaftspolitische Personaldecke der Union ist. "
Foto: ddp
Stuttgarter Nachrichten: "Damit hat sich Glos nun selbst vollends disqualifiziert."
Foto: ddp
Frankfurter Rundschau: "Glos will nicht etwa zurücktreten, weil ihm ein politisches Projekt verweigert wird. Er will zurücktreten, weil ihm eben kein politisches Projekt so sehr am Herzen liegt, dass er dafür noch sieben Monate kämpfen wollte."
Foto: AP
Kölner Stadt-Anzeiger: "Seit Monaten war Glos der beste Mann der Opposition. Das zeigt das Elend der Unionsparteien und speziell der CSU."
Foto: ddp
Kölnische Rundschau: "Damit hat sich Glos nun selbst vollends disqualifiziert, an der Bewältigung der größten Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik konstruktiv mitzuarbeiten. In diesem Sinne ist der mühsame Rücktritt von Glos noch dreister, egoistischer und verantwortungsloser als der trotzige Rückzug des damaligen Bundesfinanzministers Oskar Lafontaine."
Foto: ddp
Mannheimer Morgen: "In diesen Krisenzeiten braucht das Land keine Jammergestalten à la Glos, sondern zupackende Muntermacher, die Mut und Zuversicht ausstrahlen."
Foto: ddp
Handelsblatt: "Nur dreimal hat die CDU/CSU in ihrer Geschichte den Bundeswirtschaftsminister gestellt: Nach Ludwig Erhard (1949-63) und Kurt Schmücker (1963-66) kam mit Michael Glos erst nach fast 40 Jahren wieder ein Unionsmann in das Amt. Man muss an diese historische Tatsache erinnern, um das ganze Debakel dieses Wochenendes zu erfassen."
Foto: ddp
Berliner Morgenpost: "Es gehört zu den Tragödien der Politik, dass das politische Leben von Michael Glos an seiner Ministerzeit gemessen werden wird. Die Bilanz fällt bescheiden aus: Nicht mal seinen Rücktritt kriegt er ordentlich hin."
Foto: ddp
´Westdeutsche Allgemeine Zeitung: "Glos will weg, um nicht abgesägt zu werden. Ein Meister der politischen Intrige verlässt das Feld, bevor er selbst Opfer einer Intrige wird."