Energiepolitik: Glos will neu über Atomkraft nachdenken
zuletzt aktualisiert: 02.01.2006 - 13:37Berlin (rpo). In Anbetracht des Gas-Streits zwischen Russland und der Ukraine will Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) Konsequenzen für die deutsche Energiepolitik ziehen. Man müsse "noch mal ganz neu überlegen und schauen, was man tun könnte, um nicht abhängig zu werden in der Energieversorgung", so der Minister in einem Interview. Neben der Steinkohle nannte er auch die Atomkraft.
"Ich möchte vor allen Dingen natürlich einmal wieder in Erinnerung rufen, dass wir in Deutschland Kernkraftwerke haben", sagte der Minister im WDR.
Glos trat allerdings Befürchtungen entgegen, die Gaskrise in der Ukraine könnte die Energieversorgung in Deutschland kurzfristig beeinträchtigen. Die 17 Millionen Verbraucher, die in Deutschland mit Gas heizten, müssten sich "noch keine direkten Sorgen" machen.
Der Wirtschaftsminister verwies auf die gefüllten Gas-Speicher und andere Gaslieferanten neben Russland. "Nur wenn längerfristig der Gashahn in Richtung Westen soweit abgedreht wird, dann kann das irgendwann mal Auswirkungen bei uns haben", fügte Glos aber hinzu.
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