Das denken unsere Leser: Glückwünsche bis Kopfschütteln
zuletzt aktualisiert: 01.06.2010 - 11:49Düsseldorf (RPO). Der Rücktritt Horst Köhlers von seinem Amt des Bundespräsidenten kam überraschend. Die Lesermeinungen zu seiner Entscheidung gehen weit auseinander. Von Glückwünschen bis Kopfschütteln ruft Horst Köhlers plötzliche Ankündigung viele Reaktionen hervor.
Während die Politiker fast durchgängig ihren Respekt gegenüber Köhler bezeugen, reichen die Lesermeinungen bei RP ONLINE von Lob für einen großen Politiker bis zu völligem Unverständnis. Hier einige Beispiele:
Wer Demokratie ernst meinst...
...versteht und lebt, hat diesen Bundespräsidenten gemocht und verstanden. Trotz oder gerade wegen seiner finanzökonomischer Ausbildung und Karriere, hat dieser Mann mehr Verständnis für die Sorgen und Nöte des einfachen Bürgers gezeigt, als alle seiner Vorgänger. Mein Respekt für Dr. Horst Köhler.
Eine gute Entscheidung:
"Nihao" findet die Entscheidung gut und schreibt: " Bravo! Endlich ein Politiker der Rückgrat hat. Er war ein Mensch, der Deutschland bestens repräsentiert hat und leider für viele ''Besserwisser'' unbequem war. Es ist ja nie schön, wenn jemand die Wahrheit sagt."Auch "EurocentO"meint: "Mein Respekt für diesen Ehrenmann. Leider einer der allerletzten in unserer Zeit."
Unverständnis für die Ereignisse:
Doch viele wundern sich auch, das die Debatte zu einem so drastischen Ergebnis geführt hat. "Schon lustig...wofür Politiker ihr Amt hergeben müssen. Absolut lächerliche Ereignisketten!", meint "background". Ein User mit dem Namen "asterix101" meint nur "erst koch, jetzt köhler.... wissen die was was wir noch nicht wissen? ich packe schon mal meinen koffer". "derkrefelder" findet: "Kritikfähigkeit ist Größe.... Beleidigt aufgeben ohne zu kämpfen ist es nicht."
Köhler wurde torpediert:
Andere vermuten gar, das ein Plan dahinter stecken könnte. "Herr Köhler war als Querdenker, doch schon länger auf der Abschußliste ganz oben an 1. Stelle.", so "Hammel59". "Beckett55" schreibt: "Ja wenn das mal Kritik gewesen wäre. Für mich war das das, was es immer ist, wenn die Bunten ihren Mund aufmachen: Schlammsch(m)eißen."
Kritik an Köhler war berechtigt:
Doch auch die Kritik wegen der sich Köhler aus dem Amt verabschiedete wird immer wieder wiederholt. "miracle65" möchte Köhler vom Verfassungsschutz beobachten lassen und schreibt: "Respekt zollt man Menschen und nicht Ämtern! Auch Sie durften sich nicht einen solchen Ausrutscher leisten und Bundeswehreinsätze (egal wo) mit wirtschaftlichen Interessen (Arbeitsplätzesicherung) rechtfertigen. Lässt man sich das auf der Zunge zergehen, wird einem schlecht!". "Circe" schreibt dazu: "Wenn jedes Land nach dieser Leitschnur handeln würde, dann hätten wir permanent Krieg."
Rücktritt war einzige Lösung:
Einige sehen den Rücktritt als einzig gebliebene Lösung. "Ein weiteres Beispiel für Politiker ohne Rückrat. Solche kritikunfähigen Politiker sollten ganz auf ihr politisches Mandat verzichten und dann wie die meisten Arbeitnehmer hart für ihre (wenige) Kohle arbeiten gehen.", findet "h.noli". "rooster15" sagt "Der
Bundespräsident Köhler, hat den Menschen in Deutschland nur Schaden zugefügt,es wird Zeit das er geht."
Bezeichnend:
Wer im Rampenlicht steht muss damit rechnen das das Publikum ihm auch mal weniger gut gesonnen ist. Mag Herr Köhler auch noch so sensibel sein, er ist sicherlich nach seiner Laufbahn einiges gewohnt und so scheint die Argumentation fragwürdig.
Köhler macht den Lafontaine:
Bin enttäuscht von Köhler. Er verhält sich wie eine beleidigte Leberwurst, fast schon kindisch. Wenn jemand das höchste politische Amt anstrebt, darf man nicht mimosenhaft sein und beleidigt aus dem Amt fliehen, wenn man mal nicht mehr für alle seine Äusserungen geliebt wird. p>
Rücktritt:
Köhler hat Recht. Warum soll er sich das antun. Leute mit Verstand und Charakter sind offenkundig nicht mehr gefragt. Stattdessen grassiert heuchgeln, lügen und betrügen. Offensichtlich sind Schaumschläger mehr gefragt als nüchterne sachorientierte Arbeiter.
Sie verlassen das sinkende Schiff
Deutschland steckt in einer tiefen Krise, und diejenigen, die einst angetreten sind, Schaden von Deutschland abzuwenden und dies beeideten, verlassen nun das sinkende Schiff. Wer in der Politik keine Kritik aushalten kann, sollte kein repräsentatives Amt annehmen.
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