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Abstimmung im Bundestag
Gysi rechnet mit Nein der Linken zu Griechenland-Hilfen

Porträt: Gregor Gysi – der Star der Linken
Porträt: Gregor Gysi – der Star der Linken FOTO: dpa, obe wst
Berlin. Die Linksfraktion wird das Hilfspaket für Griechenland nach Einschätzung ihres Vorsitzenden Gregor Gysi im Bundestag voraussichtlich ablehnen. "Wir werden das natürlich beraten in aller Ruhe, aber im Augenblick, was ich gehört habe, spricht vieles für ein "Nein"", sagte der Fraktionschef im Deutschlandfunk.

Die Finanzhilfen dienten nur dazu, alte Schulden zu begleichen. "Es ist ein Kreislauf: Da müssen wieder neue Schulden gemacht werden, um die alten Schulden zu bezahlen, und das wird immer so weiter gehen."

Die geplanten Rentenkürzungen und die Erhöhung "falscher" Steuern belasteten die griechische Wirtschaft. "Dann haben die noch weniger Steuereinnahmen, dann können sie ihre Schulden nicht zurückbezahlen."

Allerdings zeigte sich Gysi erleichtert, dass ein Grexit - also ein Ausstieg Griechenlands aus dem Euro - abgewendet wurde: "Weil ich den nach wie vor für eine Katastrophe halte, und zwar vor allen Dingen, weil die eigene griechische Währung, die Drachme, so abgewertet werden würde, was natürlich zur Verarmung und Verelendung des Landes führt." Athen brauche ein Aufbauprogramm wie das für Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.

Weitere Informationen zur Schuldenkrise in Griechenland finden Sie hier.

(dpa)
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