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Groko-Sondierungen
Union und SPD demonstrieren Zuversicht

Groko-Sondierung: Union und SPD geben sich optimistisch
Martin Schulz (SPD) nach dem dreistündigen Treffen. FOTO: dpa, car exa
Berlin. Union und SPD gehen nach eigenen Worten zuversichtlich in ihre Sondierungsgespräche über eine mögliche große Koalition. "Das Vertrauen ist gewachsen, wir starten optimistisch in die Verhandlungen", teilten beide Parteien mit.

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben am Mittwochabend ihr Treffen zur Vorbereitung der Sondierungen für eine Regierungsbildung beendet. An den Beratungen waren zeitweise auch Bundes- und Landesminister beteiligt. "Das Vertrauen ist gewachsen, wir starten optimistisch in die Verhandlungen", teilten die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU und SPD nach dem rund dreistündigen Treffen mit. SPD-Chef Martin Schulz sprach von einer "sehr konzentrierten, zielgerichteten Beratung, die wir heute hatten". Es sei eine "gute Arbeitsgrundlage" erarbeitet worden, "auf der wir am Sonntag die Sondierungen beginnen können".

Nach den gescheiterten Sondierungen mit FDP und Grünen strebt die Union nun eine stabile Regierung mit den Sozialdemokraten an. Die SPD will sich aber bis Ende der einwöchigen offiziellen Sondierungen offen halten, ob sie tatsächlich in eine erneute große Koalition geht oder andere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit anstrebt.

Nach deutlichen Verlusten hatte die SPD direkt nach der Bundestagswahl im September zunächst angekündigt, in die Opposition zu gehen. Doch nachdem die FDP am 19. November die Gespräche über eine Jamaika-Koalition platzen ließ, machte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Druck, nach einem Ausweg zu suchen, um eine Neuwahl zu verhindern. Bei einem Parteitag beschloss die SPD Anfang Dezember, in ergebnisoffenen Gesprächen doch noch auszuloten, ob und wie sie eine Bundesregierung mittragen könnte.

(wer/REU/dpa)
 
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