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Wahlplakat von Buendnis 90/Die Gruenen
  Foto: ddp, ddp
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Streit in NRW: Grüne hängen "Popo-Plakat" ab

zuletzt aktualisiert: 13.08.2009 - 20:11

Kaarst/Düsseldorf (RPO). Die NRW-Grünen ziehen nach öffentlicher Kritik ein umstrittenes Wahlplakat in Kaarst bei Düsseldorf aus dem Verkehr, das zwei weiße Hände auf einem schwarzen Frauenhintern zeigt.

Wie die Grünen-Landesvorsitzenden Daniela Schneckenburger und Arndt Klocke am Donnerstag mitteilten, wird das Plakat mit der Aufschrift "Der einzige Grund, Schwarz zu wählen" wieder abgehängt. Unter anderem hatten die Linken den Grünen deshalb Sexismus vorgeworfen. In NRW finden am 30. August Kommunalwahlen statt.

"Die Entscheidung über eigene Plakate wird von den örtlichen Ebenen getroffen und nicht auf Landesebene. Insofern waren wir als Landesverband vor der Plakatproduktion nicht mit dem Plakat befasst", teilten Schneckenburger und Klocke weiter mit. Das gewählte Bildmotiv halte man "für vergriffen". "Wenn sich Menschen durch die Bildsprache verletzt oder diskriminiert fühlten, nehmen wir das sehr ernst", hieß es weiter. Den Vorwurf des Rassismus und des Sexismus weise man aber entschieden zurück.

Nach ddp-Informationen gab es zwischen dem Landesverband und den Kaarster Grünen mehrere Gespräche und Telefonate, bis sich der Ortsverband zum Verzicht auf das Plakat durchrang. Sprecher Christian Gaumitz verteidigte das Motiv erneut. Man habe mit der Kampagne auf "ungewöhnliche Weise" gegen die in Kaarst dominierende CDU mobilisieren wollen.

Auch die nordrhein-westfälische FDP hatte das Plakat gerügt. "Wenn eine andere Partei in so einer rassistisch und sexistisch misszuverstehenden Weise für sich werben würde, dann wären die grünen Tugendwächter die schärfsten Kritiker. Bitte mehr Stil", hatte NRW-FDP-Generalsekretär Christian Lindner gefordert.

In den vergangenen Tagen hatte es auch Medienwirbel um ein offenherziges Plakat der Berliner CDU-Bundestagskandidatin Vera Lengsfeld gegeben. Auf dem Wahlplakat sind Lengsfeld und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) tief dekolletiert in einer Fotomontage zu sehen. Daneben steht der Spruch: "Wir haben mehr zu bieten."

Quelle: DDP/tim

 
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