Nach der Schlappe von Grünen-Parteichefin Claudia Roth bei der Urwahl für das Spitzenduo zur Bundestagswahl rufen Parteikollegen sie zum Weitermachen auf. Ein Überblick.
Ko-Parteichef Cem Özdemir:
"Ich hoffe sehr und wünsche mir, dass Claudia an der Kandidatur für den Bundesvorsitz festhält", sagte er der "Berliner Zeitung". Die Spitzenkandidatur und der Parteivorsitz seien zwei Paar Stiefel, machte Özdemir deutlich. Er sieht Roth in der Partei auch nicht als geschwächt an. "Es gibt eine sehr breite Unterstützung in der Partei dafür, dass Claudia erneut als Bundesvorsitzende gewählt wird", sagte Özdemir und fügte hinzu: "Ich würde mich freuen, mit ihr gemeinsam den Bundestagswahlkampf organisieren und die Spitzenkandidaten unterstützen zu können."
Katrin Göring-Eckardt:
"Ich wünsche mir, dass Claudia Roth ein gutes Ergebnis beim Parteitag bekommt", sagte sie der "Bild am Sonntag"."Es gibt keine Verliererinnen und keine Verlierer", betonte Göring-Eckardt beim ersten gemeinsamen Auftritt mit Trittin nach Bekanntgabe des Urwahl-Ergebnisses. Die Frage, ob sie jetzt auch für den grünen Vorsitz kandidieren will, verneinte Göring-Eckardt in der ARD.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann:
Kretschmann bat Roth, beim Parteitag wieder als Grünen-Chefin anzutreten. "Die Grünen brauchen das engagierte Eintreten von Claudia Roth für grüne Politik im Wahlkampf dringend", erklärte er in Stuttgart. Sie genieße große Wertschätzung in der Partei.
Der NRW-Landevorsitzende Sven Lehmann:
"Die Grünen können die Bundestagswahl nur im Team gewinnen und Claudia Roth gehört zu diesem Team dazu." Roth sei "Garant dafür, dass die Grünen die Partei der gesellschaftlichen Vielfalt und Buntheit bleiben".
Der Grünen-Fraktionsvize Frithjof Schmidt:
Schmidt würdigte Roths Erfolge als Parteichefin. Roth habe die Grünen in den vergangenen Jahren "maßgeblich zusammengehalten und immer integrierend gewirkt", sagte Schmidt der "tageszeitung". "Ich kenne niemanden in der Partei, der nicht hofft, dass sie dies als Vorsitzende auch im wichtigen Wahljahr tut."
Der Bundestagsabgeordnete Toni Hofreiter:
Hofreiter sagte der "tageszeitung": "Claudia Roth sollte wieder antreten. Sie ist eine sehr gute Parteivorsitzende". Die Urwahl sei kein Votum der Basis darüber gewesen, ob sie eine gute Vorsitzende sei.