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panorama Gruüen-Fraktionschef Jürgen Trittin
  Foto: ddp, ddp
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Fraktionschef mit Joghurt angegriffen: Grüne verurteilen Attacke auf Trittin

zuletzt aktualisiert: 23.09.2010 - 14:57

Hannover (RPO). Die Grünen haben am Donnerstag die Wurf-Attacke auf Bundestags-Fraktionschef Jürgen Trittin scharf kritisiert. Ein Fraktionssprecher rügte nach dem Vorfall bei einer Podiumsdiskussion am Vorabend insbesondere die "wirren" Rechtfertigungsversuche von Trittins Gesprächspartnerin auf der Bühne, der Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig. Trittin selbst hat auf eine Anzeige verzichtet.

Jürgen Trittin ist Opfer eines Angriffes geworden.  Foto: dapd, dapd
Jürgen Trittin ist Opfer eines Angriffes geworden. Foto: dapd, dapd

Poddig habe den Angriff laut Medienberichten als legitimes Mittel bezeichnet, um "Kritik in die Öffentlichkeit zu tragen". Das "intellektuelle Niveau dieser Argumentation" durch die selbsternannte "Berufsrevolutionärin" bezeichnete der Grünen-Sprecher als "beleidigend für jeden intelligenten Revolutionär".

Der frühere Umweltminister Trittin war am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Theaterinszenierung "Freie Republik Wendland" in Hannover auf der Bühne von einem Unbekannten angegriffen worden. Der Mann entkam unerkannt. Augenzeugenberichten zufolge handelte es sich bei seinem Wurfobjekt um eine "joghurtähnliche Torte". Trittins Sitznachbarin Poddig hatte spontan erklärt, sie fände "die Aktion nicht schlecht". Trittin, der unverletzt blieb, verließ daraufhin aus Protest das Podium und begründete dies mit den Worten: "Das ist für mich keine Basis, wenn ich hier Gewalt ausgesetzt werde".

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) lobte Trittin für seine klare Ablehnung körperlicher Gewalt. "Im Gegensatz zu seiner Diskussionspartnerin, die sich von dem Angriff nicht distanzieren wollte, hat Trittin klar Stellung bezogen", erklärte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt. Er warnte vor einer weiteren Radikalisierung der Anti-Atom-Bewegung: Die von der Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung für Atommeiler berge "großen gesellschaftlichen Sprengstoff, der sich mit dem Castor-Transport im November nach Gorleben in gewalttätigen Protesten entladen wird".

Quelle: AFP/felt

 
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